Tausende strömten bereits in den frühen Morgenstunden in das frühere Klosterdorf, um 10 Uhr war die historische Lindenallee schon dicht gefüllt und auch die ersten Kaufaktionen waren bereits getätigt. Die Anziehungskraft, die die Himmelkroner Kunst- und Gartenmesse ausübt, ist nicht nur der Tatsache geschuldet, dass kein Eintritt verlangt wird, sondern dass in der Baille-Maille-Allee eine entspannte Atmosphäre herrscht, die ankommt.

Rund 10 000 Besucher

Es waren locker an die 10 000 Besucher, die sich die 12. Kunst- und Gartenmesse nicht entgehen ließen. "Das ist eine der größten Messen dieser Art in Oberfranken, das ist außergewöhnlich", sagte Landrat Klaus Peter Söllner. Inge Tischer, Vorsitzende des örtlichen Förderkreises, stand die Freude ins Gesicht geschrieben, als sie mit den Ehrengästen und der Trockauer Feuerwehrkapelle zum Pavillon marschierte.

Rund 150 Aussteller präsentierten neben besonderen Rosenzüchtungen auch diverse Handarbeiten sowie bunte Keramiken für Haus und Garten. Mit im Angebot waren Naturkosmetik und Wellnessprodukte, Leinenwarten für Bad und Küche, selbst gemachte Naturkost sowie Öle, Essige und Honigprodukte.

Riesiger Ansturm

Inge Tischer freute sich über den riesigen Ansturm: "Wir bringen gar nicht alle Aussteller unter." Sie dankte den vielen Helfern und Sponsoren.

Söllner und Bürgermeister Gerhard Schneider freuten sich auch über die Gäste aus der tschechischen Partnerstadt Kynsperk mit Bürgermeister Tomas Svoboda und seiner Stellvertreterin Jana Pankowa an der Spitze. "Das ist eine Partnerschaft, die lebt", sagte der Landrat.

Den größten Dank stattete Söllner dem Förderkreis mit der sehr engagierten Vorsitzenden Inge Tischer ab: "Ich glaube, ihr habt in den letzten Jahren Herausragendes geleistet."

Aussteller voll des Lobes

Gärtnermeister Michael Reichert aus Pettstadt gehört mittlerweile zu den Dauerausstellern: "Wir haben weit über 200 Rosensorten, eigentlich für alle Lebenslagen und in allen Farben und Formen. Rosen brauchen einen sonnigen Standort, zumindest sollten sie einen guten halben Tag in der Sonne sein. Sie brauchen auch einen vernünftigen lehmig-humosen Boden."

Er hatte auch eine weiße Rose "Steffi" dabei, für die die Tochter von Karl Theodor von und zu Guttenberg einst Namensgeberin war. Der Hype um die Familie Guttenberg und damit auch um die Rose "Steffi" ist heute aber längst verflogen.

Ein besonderes Lob hatte der Pettstadter Gärtnermeister für die Himmelkroner parat: "Es ist hier eine wunderschöne Atmosphäre und absolut entspannt. Das merkt man auch an den Leuten."