Die Himmelkroner Diskothek steht künftig unter der Regie der Klangwelt-Gastro GmbH aus Bochum. Deren Geschäftsführer ist Thorsten Stiehler. Der 40-Jährige ist der Macher im Halifax, wo die Renovierungsarbeiten auf Hochtouren laufen, damit am Wochenende die Party steigen kann. Zusammen mit seinem Partner Karl Quante betreibt Stiehler bereits eine Disco in Essen. Quante hat zusätzlich noch ein Objekt in Bochum.

Doch wie kommt man aus dem Ruhrgebiet auf das Halifax in Oberfranken? Zum einen kennt man sich in der Branche, erklärt Stiehler. Zum anderen habe man über den Berufsverband deutscher Diskothekenbetreiber mitbekommen, dass das "Fax" geschlossen hat.

Nachdem Stiehler und Quante der Überzeugung waren, dass es sich bei dem Halifax "um eines der wenigen seriösen Discoobjekte" handelt, wurden sie aktiv. "Im August vergangenen Jahres gab es die ersten Verhandlungen, unterschriftsreif war alles im Oktober." Sie pachteten das Halifax für zehn Jahre. Auch der frühere Geschäftsführer Ralf Wanka freue sich, dass es in Himmelkron weitergeht, sagt der 40-Jährige.

Im Januar begannen die Umbauarbeiten. "Die Leute werden aber ihr altes Halifax noch wieder erkennen", verspricht er. Neu sind dagegen das Konzept und das Image, um sich vom Vorgänger-Modell abzuheben. Eine der wohl wichtigsten Änderungen: Einlass ist erst ab 18 Jahren. Das wird auch am Eingang kontrolliert. Neu ist zudem ein 80er/90er/2000er-Jahre-Partybereich, in dem auch gelegentlich Live-Bands auftreten sollen.

Apropos Auftritte: Da ist nicht nur zur Eröffnung etwas geplant. Am Samstag spielt die Party-Band "Geile Zeit". Natürlich warten weitere Überraschungen auf die Gäste. Am 22. März kommt dann Cascada nach Himmelkron. Die Sängerin vertrat Deutschland 2013 beim Eurovison-Song-Contest mit dem Lied "Glorious". Als Bonbon für die Gäste bleibt auch an solchen Tagen der Eintritt unverändert. Hintergrund: "Wir möchten, dass die Leute gerne in unsere Location kommen und nicht nur bei Events", stellt Stiehler klar.

Neben dem 80er/90er/2000er-Bereich gibt es eine Area für Dance/House/Charts sowie eine für Black Music und Hip Hop. Erhalten geblieben sind die Lounge und die Outdoor-Terrasse. Insgesamt 3000 Quadratmeter stehen den Besuchern zur Verfügung.

Ziel von Stiehler ist es, immer zwischen 1500 bis 2000 Gäste ins Halifax zu locken. Er ist zuversichtlich, dass das klappt, auch wenn die Konkurrenz mit der Musikszene in Schwingen und dem Breakout in Bayreuth nicht schläft. "Mitbewerber beleben das Geschäft."

Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) zeigt sich jedenfalls froh, dass ein Leerstand beendet ist und für die Jugendlichen wieder etwas in Himmelkron geboten wird.