"Nein, ich glaube nicht, dass es ein Zufall ist, dass ausgerechnet mein Auto gewählt wurde", sagt Aydin und führt an: "Ich glaube, dass es damit zusammenhängt, dass ich mich politisch sehr engagiere. Ich war erst im Juni in Schwarzach bei der Gegendemonstration zu den Neonazis." Der gebürtige Türke, der seit 1999 in Kulmbach lebt und seit 2002 den Döner-Imbiss am Holzmarkt betreibt, ist Integrationsbeauftragter der SPD und hat bei der Gegendemo in Schwarzach mit anderen Politikern Flagge gezeigt. Er trug da ein Schild mit der Aufschrift "Wir wollen keine Neonazis hier". Aydin hat auch eine Rede gegen Rechts gehalten. Dass er bei der Veranstaltung war, hat er dann auch bei Facebook gepostet.

Er sorgt sich um die Familie


Den Schaden an Aydins Auto beziffert die Polizei auf 500 Euro. Der Integrationsbeauftragte beklagt aber nicht nur den Schaden, sondern sorgt sich nun um sich und seine Angehörigen: "Ich habe Angst, dass sie was anderes am Auto machen oder dass was mit meiner Familie ist." Wann das Hakenkreuz genau mit einem spitzen Gegenstand eingeritzt worden ist, könne er nicht sagen. Aydin geht davon aus, dass es in der Nacht zum Donnerstag war. Das Auto stand vor dem Privathaus in der Hans-Sueß-Straße.

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