Eine fulminante Aufholjagd hat das Team von Phoenix Racing beim zweiten Lauf zur Blancpain-Endurance-Serie (BES) im englischen Silverstone gestartet. Der Schweizer Harold Primat, der Brite Oliver Jarvis und der Kirchleuser Christopher Haase sind im Audi R8 LMS ultra vom 38. auf den zwölften Platz vorgefahren, wurden am Ende aber nicht mit Punkten belohnt. Dagegen konnten die Teamkollegen Enzo Ide, Anthony Kumpen und Markus Winkelhock im zweiten Phoenix-Audi mit Platz neun zwei weitere Meisterschaftszähler einfahren.

Der zweite Phoenix-Ausflug auf die Insel verlief damit nicht ganz so erfolgreich wie der erste vor zwei Wochen, als das Audi Sport Team Phoenix mit Mike Rockenfeller den DTM-Sieg in Brands Hatch feiern konnte.

In der siebten Startreihe

Im eindrucksvollen Starterfeld mit 57 GT3-Sportwagen standen die beiden Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing in der siebten Reihe. "Mein Start war okay, ich fand schnell meinen Rhythmus, doch dann wurde ich Ende der dritten Runde hinten links von einem Ferrari getroffen, der seinen Bremspunkt mehr als optimistisch gewählt hatte. Ich hatte keine Chance, diese Kollision zu verhindern", berichtete der Schweizer Harold Primat nach dem Rennen.

"Mehrfach geblockt"

Das Auto wurde zum Glück nicht beschädigt. Primat konnte weiter fahren, hatte aber viele Positionen verloren. "Später wurde ich noch von einem Fahrzeug mehrfach geblockt. Das war kein einfaches Rennen", so der Schweizer.

Auch Ex-DTM-Pilot Oliver Jarvis, der als zweiter Fahrer den Audi übernahm, sprach von einem "harten Stück Arbeit".

Der Kirchleuser Christopher Haase setzte im letzten Teil des Drei-Stunden-Rennens, das bei Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad auf dem 5,891 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs von Silverstone ausgetragen wurde, den Reigen der sehenswerten Überholmanöver nahtlos fort.

Starkes Finish

"Dass wir es noch bis auf Platz zwölf geschafft haben, ist eine gute Ausbeute, nur leider haben wir keine Punkte geholt. Unser Auto war ziemlich gut, besser geht fast nicht. Gerade am Schluss waren wir extrem stark", sagte der Kirchleuser. "Wie schon im Qualifying war von der Performance her ein besseres Ergebnis absolut möglich", betonte Titelverteidiger Haase stellvertretend für das Fahrertrio, das beim Auftakt in Monza Rang acht belegt hatte. Haase bedauerte die Tatsache, dass sein Team durch die beiden Kollisionen zu Beginn viel Zeit verloren hat.

"Alles gegeben"

"Ich habe auf unserem Auto den letzten Turn übernommen. Auf dem Schwester-Auto war zum Schluss Markus Winkelhock am Start. Wir haben beide alles gegeben und waren auch sehr stark in der Schlussphase. Leider hat es dann nicht mehr für eine bessere Platzierung gereicht."

"Ausbaufähig"

Auch das Winkelhock-Team im zweiten Phoenix-Audi war mit der Platzierung nicht zufrieden. "Unser Rennen war echt nicht schlecht, doch der neunte Rang ist nicht ganz zufriedenstellend. Das ist ausbaufähig", sagte GT1-Weltmeister Markus Winkelhock.