Unzählige Kinder wuseln durch das Jugendzentrum "Alte Spinnerei". Es liegt Spannung in der Luft, denn gleich werden die ersten Nachwuchsschauspieler die Bühne betreten.
"Als Oberbürgermeister muss ich jeden Tag in verschiedene Rollen schlüpfen", sagt Henry Schramm, als er die Schüler begrüßt und verweist darauf, dass ein bisschen Theaterspielen zum normalen Leben gehört. Unterstützt wird das Treffen der Theater spielenden Grundschulen von der Sparkasse Kulmbach-Kronach.



Planungen laufen seit Oktober
Seit Oktober planen Claudia Schmidt und Birgit Baumann von der Theodor-Heublein-Grundschule in Melkendorf die Veranstaltung. "Wir hatten keine Vorgaben, aber haben uns natürlich mit dem Schulamt abgesprochen." Den Grundstein für den Theatertag legte das Schulamt zu Beginn des Schuljahrs, als es anbot, Stunden für Schultheatergruppen zur Verfügung zu stellen.
Drei Mal haben sich die Kolleginnen aus den verschiedenen Grundschulen getroffen, um den 1. Kulmbacher Schultheater-Tag zu organisieren.
"Wir kannten das Stück schon aus dem vergangenen Jahr", sagt Leni Luisa Erlmann aus Thurnau. "Aber seit eineinhalb Wochen proben wir jetzt für den Auftritt heute." Die Klassen 2 bis 4 ihrer Grundschule führen einen Teil des Märchens "Fingerhütchen" auf. Ihre Freundin Selina Vivian Joanna Ulbricht stimmt ihr zu: "Diese Woche haben wir jeden Tag geprobt."
Daniel Seifert hat eine der tragenden Rollen im Stück der Grundschule Mainleus gespielt. Er war Herr Taschenbier, "Vater" des Sams. "Es war schon schwer, so viel Text zu lernen, aber es hat Spaß gemacht", sagt der Drittklässler.
Es beteiligten sich die Theodor-Heublein-Grundschule Melkendorf ("Verdammt"), die Grundschule (GS) Thurnau ("Fingerhütchen"), die GS Mainleus ("Szenen aus dem Leben des Sams"), die Friedrich-von Ellrodt-Schule ("Tell me, Ma!", Stepptanz), die GS Trebgast ("Schule früher und in der Zukunft") und die GS Kasendorf ("Zirkus, Zirkus").