Alle Hände voll zu tun haben derzeit Arbeiter der Firma Stratebau in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Denn die Mitarbeiter des Unternehmens mit Sitz in Krumme Fohre sind dabei, die Kreisstraße von Peesten in Richtung Krumme Fohre und einen Steinwurf weiter die Straße von Zultenberg nach Kasendorf zu sanieren.

Am Donnerstagvormittag haben die Männer zwischen 500 und 550 Tonnen Asphalt auf den rund ein Kilometer langen Abschnitt bei Peesten aufgebracht, am Nachmittag zogen sie weiter nach Zultenberg, wo sie noch einmal auf rund einem Kilometer etwa 400 Tonnen verarbeiteten.

Ausflugsverkehr kann rollen

Und dabei handelt es sich nur um den vier Zentimeter dicken Unterbau, die so genannte Ausgleichsschicht. Auf sie kommt dann noch die rund drei Zentimeter starke Deckschicht.

Die wird am Freitag in Zultenberg aufgebracht. "Damit am Wochenende der Ausflugsverkehr dort schon fahren kann", erklärt der Leiter der Tiefbauabteilung am Landratsamt, Dieter Geißler. Diese Strecke wird am Samstag um 12 Uhr wieder freigegeben.

Am Samstag wird dann die Deckschicht bei Peesten fertiggestellt. Dort gilt ab Sonntag, 10 Uhr: freie Fahrt.
Aufgebracht wird der 160 Grad heiße Asphalt mit dem Asphaltfertiger, einem gut 20 Tonnen schweren Ungetüm. Damit wird die dampfende schwarze Masse gleichmäßig auf der Straße verteilt.

Starken Regen können die Arbeiter gar nicht gebrauchen. Denn wenn Wasser auf die untere Straßenschicht kommt, verhindert das die Anbindung an den neuen Asphalt. Die 160 Grad warme Masse wird regelrecht abgeschreckt, ein Verbund ist dann nicht mehr möglich. Kleine Schauer sind dagegen nicht so schlimm, denn da kommt ein Saugwagen zum Einsatz, mit dem das Wasser beseitigt wird.

Zwei Besonderheiten gab es beim Ausbau der Strecke nach Peesten. Wie Dieter Geißler erklärt, wurde nicht direkt an der Abzweigung nach Peesten mit den Arbeiten begonnen, sondern erst 200 Meter weiter. Grund: Wenn die Staatsstraße bei Krumme Fohre ausgebaut wird, betrifft das auch diese 200 Meter. Und dann müsste man die neue Straße beschädigen.

Die zweite Besonderheit hängt ebenfalls mit dem Ausbau der Staatsstraße zusammen. Deren Breite wird sich auf 5,50 Meter belaufen. Deshalb wurde auch die Kreisstraße nach Peesten auf diese Breite erweitert (vorher waren es fünf Meter). "Und das, ohne einen Grunderwerb vorzunehmen", erklärt Geißler. Durch die neue Straßenbreite werde zugleich einer verbesserten Verkehrssicherheit Rechnung getragen.

Durch das Aufbringen des Unterbaus und der Deckschicht sind die Straßen künftig acht Zentimeter höher. Entsprechend angepasst werden müssen die Bankette und Gräben. Deshalb werden die Straßen, auch wenn die Baustelle wieder offen ist, noch ein bis zwei Wochen auf Tempo 30 beschränkt bleiben. Im Herbst, wenn die Straßen dann eingefahren sind, werden dann die Markierungen aufgebracht.

Die Kosten für die Kreisstraße nach Zultenberg liegen Geißler zufolge bei 100.000 Euro, für Peesten bei 155.000 Euro.

Sonderregelung für Freizeitbusse

Wegen der Baustelle bei Peesten gilt eine Sonderregelung für die Freizeitbusse. Am Samstag erfolgt auf der Linie 1 die Umleitung ab Kasendorf über Lindenberg, Lopp nach Buchau. Die Haltestellen Heubsch und Peesten werden nicht angefahren. Die Linie 7 wird ebenfalls über Kasendorf, Lindenberg, Lopp und Buchau umgeleitet. Die Haltestellen Peesten, Krumme Fohre, Döllnitz und Thurnau können nicht bedient werden. Verspätungen sind möglich.