Es geht voran mit dem Gewerbegebiet Brücklein. Die ersten Grenzsteine und Markierungspfosten sind gesetzt, eine Straße, die gleich neben der Tankstelle in das Areal hineinführt, ist der Beginn.

Das ist auch notwendig, denn die erste Firma wartet schon sehnlichst auf die Bebauung. Deshalb gab der Neudrossenfelder Gemeinderat am Montag geschlossen grünes Licht für die Erschließung und die Oberflächenentwässerung. Damit wird das Ingenieurbüro Gebhardt und Hahn beauftragt, das schon für den Abwasserzweckverband Rotmaintal gute Arbeit geleistet hat. "Es ist auch kostengünstig", betonte Bürgermeister Harald Hübner (CSU).

Die Ausschreibung erfolge umgehend, ergänzte Verwaltungsleiter Rainer Schimpf. "Mit den Wassermaßnahmen werden wir aber bis zum Frühjahr warten müssen. Wir schaffen jedoch inzwischen ein Provisorium", versicherte er.

Trotz nochmaliger Bedenken von Heidemarie Nitsch (FuG) gegen das Gewerbegebiet zeigte sich die große Mehrheit des Gremiums froh, dass es nun losgeht.

Längere Diskussionen zog ein Antrag der FuG-Fraktion nach sich. Sie sorgt sich um die Sicherheit der Schulkinder aus Alt drossenfeld, die täglich nur den einzig möglichen Weg zur Neudrossenfelder Schule über die alte, enge Mainbrücke nutzen können. Björn Sommerer machte sich für eine Beförderung mit dem Schulbus stark. Darauf entgegnete Bürgermeister Hübner, Landratsamt und Polizei sähen keine besondere Gefahrenquelle für den Nachwuchs. Überdies sei nach den gesetzlichen Vorschriften die Wegstrecke zumutbar und eine Beförderung nicht zuschussfähig. Die Mehrkosten müsste die Gemeinde tragen.

"Potenzial nicht unterschätzen"

Franz Klatt bat, das Gefahrenpotenzial dort an der wirklich unübersichtlichen Stelle nicht zu unterschätzen und deshalb den Fußweg wieder zu verbreitern.

Als Argument für eine Änderung wurden auch die schlechten Sichtverhältnisse vor allem früh im Herbst und Winter eingebracht. Die Mehrheit war der Meinung, dass eine neue Regelung zur Lösung des Problems gefunden werden muss. Am Nachmittag auf dem Nachhauseweg sei die Gefahr geringer.

Fazit: Man will jetzt nochmals mit dem örtlichen Schulbusunternehmen reden und verkehrsrechtliche Anordnungen erwägen, um die Situation zu entschärfen. Grundsätzlich zeigten sich die Räte einig, auch Mehrkosten zu akzeptieren. "Wir bleiben nah dran an dem Thema, das uns schon früher beschäftigt hat", versicherte Hübner.

Der Breitbandausbau in Neudrossenfeld wird ernst genommen. Die Firma reuthernet consulting aus Bad Staffelstein kann für etwa 8000 Euro erste Vorplanungen einleiten. Das neue Gewerbegebiet soll einbezogen und mit Glasfaserkabeln versorgt werden. In den kleineren Außenorten könnten Kooperationen mit Nachbargemeinden wie Trebgast für Schwingen und Lindau möglich sein. Das Verfahren steht bereits in den Startlöchern.

Mainbrücke: Mehr als 9 Tonnen?

Die Anfrage zur Sanierung des Pflasters auf der alten B 85 im Ortskern und am Schlossplatz bedarf nach Ansicht der Verwaltung erst noch einer fachlicher Klärung. Ebenso müsse eine Erhöhung der Begrenzung der Langenstadter Mainbrücke auf derzeit neun Tonnen noch durch die zuständigen Stellen geprüft werden. Den Übergang nutzen vor allem Landwirte mit ihren schweren Fahrzeugen. Rainer Schimpf will außerdem dafür sorgen, dass in Neuenreuth die Geruchsbelästigungen durch den Kanal ein Ende haben.

Einstimmig genehmigte das Gremium den Neubau der Einfamilienhäuser von Sonja und Michael Fischer in Waldau sowie von Sabine Hoy und Markus Zoike in Neudrossenfeld. Letztere dürfen das Dach aber nicht mit schwarzen Ziegeln decken, sondern müssen sich an die Festsetzungen des Bebauungsplans halten, die Rot vorsehen.

Ganz hart blieb der Gemeinderat gegenüber einem Bürger, der eine "isolierte" Befreiung vom Bebauungsplan "Am Weidenrain" wollte, um die Errichtung seiner Garage außerhalb der Baugrenzen zu rechtfertigen. "Ich schlage vor, die bereits gebaute Garage nicht zu genehmigen, zumal eine nachbarliche Einigung nicht möglich ist". Alle Gemeinderäte votierten dafür.

Gold im Bezirkswettbewerb

Bürgermeister Hübner wies noch darauf hin, dass am Sonntag, 9. November, in der Kulmbacher Stadthalle eine Feierstunde stattfindet, in der unter anderem Neudrossenfeld mit der Goldmedaille im Bezirkswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" bedacht wird.