Die 10h-Regelung, die in den vergangenen Monaten eingeführt worden war, gilt im gesamten Freistaat. Dennoch machte Bürgermeister Andreas Pöhner den Vorschlag, noch einmal zu beschließen, dass die Gemeinde die gesetzliche Regelung umsetzen und keine Bauleitplanung zur Verringerung der Abstandsflächen zwischen Windrädern und Wohnbebauung verabschieden wird.

Hans-Peter Zahner nannte den Beschluss eine logische Konsequenz aus der bisherigen Haltung der Gemeinde. Tobias Horter warf die durchaus berechtigte Frage auf, welchen Zweck der Beschluss habe, wenn es sich doch um ein geltendes Gesetz handle. Am Ende stimmten alle Ratsmitglieder für den Beschluss. Konsequenterweise sind in der Folge alle Windkraftvorhaben der Tagesordnung abgelehnt worden.

So verweigerte das Gremium die Einwilligung für die Erhöhung der Maximalhöhe der Windräder bei Alladorf von 203 auf 215 Meter. Die Vorrangfläche ist rund 800 Meter von Kleinhül entfernt.

Auch die Windräder bei Kleetzhöfe werden von Wonsees konsequent abgelehnt.

Zu dem Windrad auf Wonseeser Grund gab es ebenso ein klares "Nein". Das betreffende Vorranggebiet 95 bei Krögelstein, das auch zu einem kleinen Teil auf Wonseeser Gebiet liegt, will der Gemeinderat komplett aus dem Regionalplan gestrichen haben. Die Fläche liegt unter 900 Meter von Wonsees entfernt.

"Auf der einen Seite ist die Fläche als Vorbehaltsgebiet ausgewiesen, auf der anderen Seite haben wir durch die 10h-Regelung das Recht, alle Vorhaben auf diesem Gebiet abzulehnen", so Bürgermeister Pöhner.

Diskrepanz muss geklärt werden

"Das ist eine große Diskrepanz, die wir nun klären lassen wollen", so Pöhner.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stimmte der Gemeinderat dem Ausbau der Breitbandversorgung im Gebiet der Marktgemeinde zu. Es hatte nur ein Angebot der Telekom gegeben. Insgesamt werden 319 Anschlüsse in den Ortsteilen Wonsees, Gelbsreuth, Zedersitz, Sanspareil, Großenhül und Kleinhül verbessert. Zusätzlich wird es ein bereits verabschiedetes Interkommunales Projekt für den Ausbau der Versorgung in den restlichen Ortsteilen geben.

Der Ausbau im Rahmen des nun aktuellen Bauabschnitts wird die Gemeinde 150 000 Euro kosten. Die auszugleichende Deckungslücke beträgt insgesamt 750 000 Euro. Die Förderung beträgt 80 Prozent. Insgesamt werden über zehn Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Fünf Kabelverzweiger sind bereits vorhanden. Drei weitere werden erstellt.