"Der Ausbau von schnellem Internet läuft in Bayern auf Hochtouren. Fünf Gemeinden aus Oberfranken erhalten heute insgesamt rund 6,5 Millionen Euro Förderung. Damit haben bereits 1.797 Gemeinden, also über 87 Prozent aller bayerischen Kommunen, einen Förderbescheid erhalten", freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Übergabe der Breitband-Förderbescheide an die Kommunen am Freitag (8.11.) in Bayreuth. "Unsere Breitband-Strategie ist genau richtig für Bayern und ermöglicht Glasfaser bis ins Haus. Die Gemeinden entscheiden im Rahmen ihrer kommunalen Planungshoheit, wo dies geschieht", betonte Füracker.

Zusätzlich profitieren 91 Schulen und ein Krankenhaus in Oberfranken mit insgesamt 2,8 Millionen Euro von der bayerischen Richtlinie zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN-Infrastruktur für öffentliche Schulen, Plankrankenhäuser und Rathäuser (GWLANR). Der Freistaat unterstützt seine Kommunen weiter kräftig, damit sie ihre zentralen Einrichtungen direkt mit Glasfaser erschließen und die WLAN-Infrastruktur ausbauen können.

"Mit einer gigabitfähigen digitalen Infrastruktur vor Ort ebnen wir den Weg für neue digitale Anwendungsmöglichkeiten in Bildung, Medizin und Verwaltung und sorgen damit insbesondere für eine zeitgemäße, komfortable Umgebung für Schüler und Patienten", betonte Füracker.

Ziel sind hochleistungsfähige Breitbandnetze. Hierfür stellt der Freistaat Bayern bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung - eine bundesweit einzigartige Summe. "Unsere Breitbandförderung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums", unterstrich Füracker. Rund 94 Prozent der bayerischen Haushalte haben inzwischen Zugang zu schnellem Internet (mind. 30 Mbit/s). In keinem anderen Bundesland wird mehr Glasfaser gebaut. Bei den aktuellen Projekten werden über 50.000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt und mehr als 764.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt, vor allem im ländlichen Raum.

Bayernweit sind bereits 98 Prozent (2.018 von 2.056) aller Kommunen in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. Nach Abschluss der laufenden Baumaßnahmen werden mindestens 99 Prozent der bayerischen Haushalte mit schnellem Internet versorgt sein. Ziel der aktuellen Förderprojekte ist es, diese Flächendeckung weiter zu steigern und die Glasfaser noch weiter ins Land zu bringen, möglichst bis in die Gebäude (FTTB - Fiber to the building). "In Bayern geht der Breitbandausbau mit Riesenschritten voran", hob Füracker hervor.

Die Gemeinden in Oberfranken engagieren sich stark beim Breitbandausbau. Es befinden sich alle 214 Gemeinden im Förderverfahren. 197 Kommunen wurde inzwischen eine Fördersumme von insgesamt über 148,48 Millionen Euro zugesagt. Durch den Höfebonus sind bereits 31,83 Millionen Euro zusätzliche Mittel in den Regierungsbezirk geflossen. Insgesamt stehen den Kommunen in Oberfranken noch 44,40 Millionen Euro Fördermittel im bayerischen Förderverfahren zur Verfügung.

Von den fünf Gemeinden aus Oberfranken, die Bescheide für die Erschließung mit schnellem Internet mit einer Fördersumme von rund 6,5 Millionen Euro erhielten, war eine der Markt Thurnau, der sich über eine Förderung von 687.745 Euro freuen kann.

Aus unserem Verbreitungsgebiet werden folgende Schulen gefördert: Grundschule Kasendorf (37.056 Euro),Grundschule Mainleus (23.529 Euro), Grundschule Marktleugast (24.191 Euro), Grundschule Presseck (44.561 Euro), Grundschule Stadtsteinach (50.000 Euro), Grundschule Thurnau (42.979 Euro), Grundschule Untersteinach- Ludwigschorgast (50.000 Euro), Mittelschule Mainleus (23.529 Euro), Mittelschule Marktleugast (24.191 Euro), Mittelschule Stadtsteinach-Untersteinach (50.000 Euro), Abt-Knauer-Grundschule Weismain (29.319 Euro), Staatliche Gesamtschule Hollfeld (50.000 Euro).