Die Dreifachsporthalle in Marktleugast war am Freitag Schauplatz der 3. Ausbildungsmesse im Oberland. Ausrichter waren der der örtliche Verein für offene Jugendarbeit sowie das Jugendprojekt "Die Schmiede" des Marktes Marktleugast.

Mehr als 30 Firmen stellten sich den zahlreichen jungen Leuten vor und informierten sie über die vielfältigen Ausbildungsberufe.

Die Zeiten ändern sich

"Händeringend Azubis gesucht", so sei dieser Tage vielfach in den Medien zu lesen, sagte Bürgermeister Franz Uome bei der Begrüßung. Unternehmen hätten zunehmend Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Vor einigen Jahren habe das noch ganz anders ausgesehen.

Damals hätten längst nicht alle Schulabgänger eine Lehrstelle gefunden und auf einen Beruf ausweichen müssen, der nicht ihren Idealvorstellungen entsprochen habe, so Uome in seinem Willkommen.

Bei der Ausbildungsmesse im Oberland kämen Angebot und Nachfrage zusammen. Hier böten sich hervorragende Informationsmöglichkeiten über die Vielfalt und das Anforderungsprofil der Berufe.

Praktische Vorführungen und Mitmachaktionen, so der Bürgermeister weiter, gäben zudem einen Einblick in die Tätigkeitsbereiche und Betriebsabläufe. "Jugendliche könnten im Gespräch nähere Informationen einholen und erste Kontakte bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz knüpfen."

Großen Applaus verdient

Uome forderte Handwerk, Dienstleister, Gewerbe und Industrie auf, nicht darin nachzulassen, Ausbildungsplätze in zukunftsgerechten Berufsfeldern zur Verfügung zu stellen. Er hoffte, dass insbesondere die Schüler nach dem Besuch etwas klarer in ihre persönliche Zukunft blicken.

Landrat Klaus Peter Söllner freute sich, dass die 3. Ausbildungsmesse im Oberland erneut auf großes Interesse stieß. Die jungen Leute hätten einen großen Applaus verdient für die gute Organisation und Durchführung. Man habe extra Shuttlebusse eingesetzt, um die Jugendlichen von den Schulen zur Halle zu bringen. "Unsere jungen Menschen müssen nicht in die Ballungsräume, sie finden hier in der Region tolle Arbeitsplätze. Wir haben ausgezeichnete Firmen und Perspektiven vor Ort und im näheren Umkreis. Das ist ein großartiges Angebot, nutzt es", forderte Söllner die Jugend auf.

Organisatoren zufrieden

Kurz nach dem offiziellen Ende der 3. Ausbildungsmesse zog Michael Schramm im Gespräch mit unserer Zeitung ein positives Resümee. Firmen und Aussteller seien positiv überrascht über das große Interesse gewesen, viele weitergehende Gespräche seien bereits vereinbart worden. Der Einsatz der Shuttlebusse habe sich rentiert.

Ein Initiator der Kulmbacher Ausbildungsmesse, Michael Pfitzner, zugleich Vorsitzender des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft, machte den Organisatoren ein Kompliment. Es sei beachtlich, dass es den Organisatoren gelungen sei, interessante Firmen aus dem Hofer, Helmbrechtser und Münchberger Raum nach Marktleugast zu holen. Pfitzner sah eine Ergänzung der Kulmbacher Ausbildungsmesse, die am Samstag, 19. Oktober, bereits zum 30. Mal stattfinden werde.