Der Chef des rund 220 Mitarbeiter zählenden Unternehmens für Energie- und Gebäudetechnik, Diplom-Ingenieur Hans Schwender, stellte dem Gast vor allem die Investitionen von 1,7 Millionen Euro in den vergangenen beiden Jahren vor und dankte der Regierung von Oberfranken für den Zuschuss seitens des Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie in Höhe von 258 000 Euro im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur".

Umweltgerechtes Wirtschaften ist nach den Worten Schwenders kein Hobby, sondern eine gesellschaftliche Verpflichtung des Unternehmens und jedes einzelnen Mitarbeiters. Um den Betrieb zukunftsfähig zu machen, sei die Führungsstruktur ausgebaut worden, zudem habe man eine verstärkte Ausrichtung auf den Anlagenbau mit dem Bau vorgefertigter, hocheffizienter Modulen und den Ausbau des Kundendienstnetzes vorgenommen. Die Investitionen hatte nach den Worten des Firmenchefs zwei Ziele: die Sicherung der Arbeitsplätze durch Verbesserung der betrieblichen Abläufe und das Umweltmanagement.


Schlüssel für den Erfolg

Schwender: "Der Schlüssel für einen erfolgreichen Anlagenbau der Zukunft ist, dass über vorgefertigte Bauteile in Modultechnik in kürzester Zeit aus Einzelteilen ein Ganzes entsteht. Dadurch wird sich ein Großteil der Wertschöpfung im Betrieb abspielen." Schwender wies darauf hin, dass die Zahl der Beschäftigten um 49 Mitarbeiter gesteigert werden konnte. Schwender dankte vor allem Abteilungsdirektor Thomas Engel bei der Regierung von Oberfranken und würdigte außerdem den Einsatz von Landrat Klaus Peter Söllner mit Klemens Angermann von der Wirtschaftsförderung und Andreas Schülein von der Bauabteilung.

Regierungspräsident Wilhelm Wenning zeigte sich beeindruckt, was durch das Unternehmen Schwender in Thurnau geschaffen wurde: "Das Unternehmen Schwender ist ein ganz herausragendes oberfränkisches Handwerksunternehmen. Das gilt im Hinblick auf die lange Tradition, die Innovationsfähigkeit, die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch im Hinblick auf die Größe des Handwerksbetriebes." Es gebe nicht viele oberfränkische Handwerksbetriebe, die auf eine so lange Tradition zurückblicken könnten.


"Ein Vorzeigeunternehmen"

Die Schwender Energie- und Gebäudetechnik hat sich nach den Worten des Regierungspräsidenten längst zu einem wirklichen Vorzeigeunternehmen entwickelt: "Das kommt nicht von ungefähr, und der Schlüssel zum Erfolg sind natürlich die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Der Regierungspräsident bezeichnete Hans Schwender als ein Vorbild für verantwortungsbewusstes Unternehmertum: "Er ist Leitfigur und Motivator für seine Mitarbeiter. Er überzeugt durch sein persönliches Engagement, er hängst sich - um es umgangssprachlich zu sagen - wirklich rein."

Wenning erwähnte auch das gesellschaftliche und kommunalpolitische Engagement von Hans Schwender.
Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann (CSU) und Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) gratulierten zur Betriebserweiterung und sprachen von einer herausragenden wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens für die Marktgemeinde Thurnau und den Landkreis Kulmbach.


Eintrag ins Goldene Buch

Bürgermeister dankt Wilhelm Wenning für große Unterstützung

Für den Markt Thurnau war der Besuch von Wilhelm Wenning bei der Schwender Energie- und Gebäudetechnik ein willkommener Anlass, den Regierungspräsidenten gemäß dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats zu bitten, sich ins Goldene Buch der Kommune Thurnau einzutragen.

Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) verwies darauf, dass sich Wihelm Wenning in seinem Amt als Regierungspräsident durch sein Wirken und seine Nähe zu den Gemeinden, unter anderem als Stiftungsrat der Oberfrankenstiftung, wesentlich zur Weiterentwicklung der oberfränkischen Kommunen und der regionalen Wirtschaft beigetragen hat. Bürgermeister Bernreuther: "Ganz besonders dankt ihm Thurnau für seine Unterstützung zur Förderung der Bereiche Denkmalpflege, Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft. Mit seinem Gespür für innovative Maßnahmen und Strategien leistet er einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung von Projekten."

Sein Handeln zeigt stets, so Bernreuther weiter, dass ihn ein großes Interesse an der positiven Entwicklung Oberfrankens beflügelt: "Ob als erster Stellvertreter bei Oberfranken Offensiv oder als Vorsitzender des Historischen Vereins für Oberfranken, Wilhelm Wenning setzt sich immer mit großem Engagement zum Wohle der Menschen ein."

Der Bürgermeister ließ nicht unerwähnt, dass der Markt Thurnau im hohen Maße vom persönlichen Einsatz des Regierungspräsidenten profitiert habe, weil man hohe Fördermittel erhielt. Bernreuther: "Ein Hauptpunkt ist mit Sicherheit unsere Schlossanlage in Thurnau. Wir haben von unserem Heimatminister Markus Söder die Fränkische Landesgeschichte serviert bekommen, worüber wir uns unheimlich freuen, weil es auch ein guter Punkt für Thurnau ist. Allerdings: Wie dann die laufende Finanzierung des Betriebs funktionieren soll, ist noch nicht ganz bedacht gewesen. Aber da haben Sie, Herr Regierungspräsident, uns zugesagt, dass sie als Oberfrankenstiftung einsteigen. Damit ist das Projekt überhaupt möglich geworden, dafür sind wir Ihnen unheimlich dankbar, denn jetzt kommt es wirklich auch zum Laufen."

Wilhelm Wenning dankte der Marktgemeinde, dass er sich wenige Tage vor seinem Abtritt als Regierungspräsident ins Goldene Buch eintragen durfte: "Ich muss sagen, dass mir das Schloss ans Herz gewachsen ist. Die Anlage hier in Thurnau ist großartig, teilweise war sie in einem schlechten Zustand. Die Sanierungen haben dann peu à peu stattgefunden, aber ein ganz großes Problem waren die Eigentumsverhältnisse, denn das Schloss gehört einer Stiftung. Der Staat hat dankenswerter Weise viel Geld durch die Landesstiftung und auch die Oberfrankenstiftung in das Schloss investiert."

Mit dem Institut für Fränkische Landesgeschichte, das jetzt im Schloss seinen Sitz erhalte, werde sich auch für die Marktgemeinde Thurnau eine unwahrscheinliche Chance ergeben. Regierungspräsident Wenning: "Für die nächsten fünf Jahre ist die Finanzierung gesichert. Anschließend hat die Uni zugesagt, dass sie dann die Kosten übernimmt."