Vier Brände in der Stadt und im Landkreis Kulmbach hielten am Osterwochenende Feuerwehr und Polizei in Atem. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt rund 300 000 Euro. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt.

Der letzte Fall in der Brandserie ereignete sich am späten Abend des Ostersonntags. Gegen 22.30 Uhr wurde ein Feuer im Einzel Wehrhaus gemeldet, einem unbewohnten bäuerlichen Anwesen in der Nähe der Bundesstraße 85 bei der Abzweigung nach Ober-/Unterdornlach. Die alarmierte Feuerwehr konnte die Flammen schnell ersticken.

Zunächst hatte eine Gartenhütte gebrannt, die Flammen griffen aber schnell auf das Gebäude über. Ein angrenzender Holzschuppen, der zu dem Anwesen gehört, wurde komplett vernichtet. Der Sachschaden wird auf etwa 15 000 Euro geschätzt.

Bereits am Samstagnachmittag war es zum schadensträchtigsten Brand gekommen. Kurz vor 13.30 Uhr bemerkte ein aufmerksamer Spaziergänger in einem Waldstück zwischen Höllgraben, Leithen und Hauenreuth, dass an einer am Ebersbacher Wanderweg abgestellten forstwirtschaftlichen Holzerntemaschine ein Feuer ausgebrochen war. Die zuerst eintreffende Feuerwehr Fölschnitz setzte sofort ein Strahlrohr ein, um die Flammen niederzuschlagen. Die Feuerwehr Kulmbach, die mit 18 Mann ausgerückt war, unterstützte mit einem weiteren C- Rohr die Löscharbeiten.

Weitere Einsatzkräfte standen in Bereitschaft. Da der Wald in diesem Bereich noch sehr nass war, konnten sich die Flammen nicht weiter ausbreiten. Die Kreisbrandmeister Jürgen Hochgesang, Peter Hochgesang und Wolfgang Kunert unterstützten den örtlichen Kommandanten.

Doch trotz des schnellen Eingreifens der ortsansässigen Wehren brannte der Harvester komplett aus. Ein Übergreifen der Flammen auf den Wald konnte jedoch verhindert werden. Durch das Feuer wurde niemand verletzt. Der Sachschaden liegt bei fast 250 000 Euro.

Fünf Stunden später war die Feiertagsruhe für die Aktiven schon wieder vorbei. Gegen 18.30 Uhr bemerkte eine Anwohnerin eine Rauchsäule in dem an der B 85 angrenzenden Wald bei Höferänger. Die Frau alarmierte sofort die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte in dem Waldgebiet eintrafen, brannte dort eine Waldhütte bereits lichterloh. Trotz des schnellen Einsatzes das etwa fünf mal sieben Meter große Gebäude durch das Feuer stark beschädigt. Ein weiteres Ausbreiten der Flammen im Wald konnte zum Glück verhindert werden. Der Sachschaden wird derzeit mit rund 20 000 Euro beziffert.

Am frühen Sonntag, kurz nach 3 Uhr, stellte ein Verkehrsteilnehmer einen brennenden Warnleitanhänger im Bereich der Autobahn-Anschlussstelle Thurnau-Ost fest. Das Gefährt stand in einem umzäunten Baulager und wurde durch das Feuer erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 8000 Euro.

Nach den ersten Ermittlungen vor Ort ist davon auszugehen, dass alle Brände absichtlich gelegt wurden. Der Dauerdienst der Kriminalpolizei Bayreuth prüft gegenwärtig, inwieweit ein Zusammenhang zwischen den vier Fällen besteht.


Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten

Zudem bitten die Beamten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung: Zeugen, die im Bereich der genannten Brandorte verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kripo Bayreuth unter der Telefonnummer 0921/5060 in Verbindung zu setzen.