Ein besonderes Kunstwerk der Natur lässt sich derzeit wieder am Patersberg beobachten: der gefrorene Wasserfall bei Veitlahm. Jedes Jahr, wenn die Temperaturen deutlich unter null Grad fallen, lässt der strenge Frost das Rinnsal erstarren, das vom oberhalb gelegenen Vurzbrunnen kommt.

Für den Fußweg vom Steinloch in Veitlahm bis zu der eiskalten Naturschönheit mitten im Wald muss man eine knappe halbe Stunde veranschlagen. Auch Achim Titus aus Kauerndorf hat sich die acht Meter tiefe Schlucht angeschaut und ein eindrucksvolles Bild mitgebracht. Wobei auffällt, dass der Eispanzer jedes Mal ein bisschen anders ausschaut - siehe unser Foto aus dem Jahr 2012, als er deutlich mächtiger war.


Eis wächst von zwei Seiten

Wie die gefrorene Wand entsteht, kann der pensionierte Lehrer Robert Hirschmann erklären: "Das Eis wächst von zwei Seiten zusammen. Oben am Kopf gefriert es zuerst, das Wasser läuft langsamer, und es bilden sich Eiszapfen, die immer größer werden. Unten, wo die Tropfen aufprallen, entsteht ein Eispanzer, der nach oben wächst. Es braucht aber mindestens zweistellige Minusgrade, sonst passiert da gar nichts."

Je nachdem, wie lange die tiefen Temperaturen anhalten, wird man das Naturschauspiel bestimmt noch zwei Wochen beobachten können.