Das Wetter hat sich scheinbar gegen die Menschheit verschworen. Ob zu kalt, zu heiß, zu trocken, zu feucht - irgendeiner jammert immer.Läuft da eine himmlische Verschwörung? Der Verdacht liegt nahe und fällt auf Petrus.

Der ist ja dem Volksglauben nach für alles Wetter auf Erden zuständig, folglich auch für deren Erwärmung. Meint auch Donald Trump, der Mann des Volkes.

Jedenfalls haben in diesem vermaledeiten Jahrhundert-sommer viele Berufsgruppen verzweifelte Stoßgebete gen Himmel gerichtet. Erst waren es die Landwirte, die vergeblich Regentänze aufführten. Nein, nicht einmal die dümmsten Bauern haben heuer große Kartoffeln geerntet ...

Ein schlechtes Jahr war es auch für die Hersteller von Regenschirmen, Gummistiefeln, Schmutzwasserpumpen oder zuletzt für professionelle Pilzhändler.Viel zu trocken für ihr Geschäft.

Die ärmsten unter der sengenden Sonne sind aber die Skiliftbetreiber. Dem Schneemangel rückten sie noch mit Kanonen zu Leibe, selbst im Fichtelgebirge oder in der Rhön. Aber jetzt fehlt auch noch das Wasser! Gähnende Leere herrscht in den mühsam in Gipfelnähe angelegten Regensammelbecken.

Hilft nichts, da müssen wohl künftig schwerere Geschütze aufgefahren werden. Die Überdachung aller Skipisten wird kommen. Dann kann man das ganze Jahr den Hang runterbrettern.Wollen wir doch mal sehen, wer stärker ist! Unser Donald würde sagen: "Who the fuck is this nature?" Frei übersetzt: Zum Teufel mit dieser Natur!Christian Schuberth