Das Nussknacker-Ballett gehört zu Weihnachten wie Krippenspiel und Weihnachtsbaum. Und dementsprechend feierten die Kulmbacher auch die Profitänzer des "St. Petersburg Festival Balletts", denn die Profis, die allesamt die renommierten Moskauer Waganowa-Akademie der Choreographie, die Ufa-Ballett-Schule oder die Ballett-Akademie Perm besucht haben, überzeugten mit Können und Präzision.

Als künstlerischer Leiter hat Sergey Smirnov sich mit dem Weihnachts-Klassiker selbst übertroffen. Er hat das bekannte Nussknacker-Ballett opulent angelegt: mit klassischen Tänzen, mit prächtiger Ausstattung. Tolle Lichteffekte und ein prunkvolles Bühnenbild komplettierten die herausragenden Leistungen der Tänzer. Im Publikum saßen Ballettkenner und Fans. Sie staunten, mit wie viel Leichtigkeit die Profis tanzten. Sprünge, Spitzentänze, Hebefiguren - alles gelang präzise mit einem Lächeln auf den Lippen.

Das Ballett "Der Nussknacker" geht auf E.T.A Hoffmanns Erzählung vom Nussknacker und dem Mäusekönig zurück. Die Musik wurde von Peter Tschaikowsky geschrieben. Die Geschichte des Nussknackers ist einfach zuckersüß. Sie nimmt den Weihnachtsabend samt Bescherung vorweg, mit Christbaum und üppigem russischem Palais als Bühnenbild.

Figur wird lebendig

Onkel Drosselmaier beschert die Kinder der Familie Stahlbaum, schenkt ein Glockenspiel mit lustigen Figuren und einen Nussknacker. Und dieser Nussknacker kommt bei Marie und bei ihrem Bruder Franz an. Die Kinder streiten, der Nussknacker geht kaputt. Doch der handwerklich begabte Onkel kann ihn wieder reparieren. Und um Mitternacht erwacht der Nussknacker und wird lebendig.

Es gibt einen Kampf zwischen dem Nussknacker und seiner Streitmacht aus Zinnsoldaten gegen den Mäusekönig und seine Untertanen. Der Nussknacker hat nach dem Tanz plötzlich seine große Kinnlade verloren und hat sich zu einem wunderschönen Prinzen verwandelt. Dann entführt der Nussknacker-Prinz Marie in das Reich der Süßigkeiten. Doch am Ende erwachte Marie - und alles war nur ein Traum.

Für die Besucher der Gala aber blieben die Eindrücke - und eine wundervolle Einstimmung auf Weihnachten.