Mit gelben Bademützen warteten die Starter im kühlen Nass. "Auf die Plätze, fertig, los...!" - Schon kraulten Kinder und Erwachsene in vier Bahnen los. Die kleinsten hatten zwei Bahnen zu bewältigen - alle, die zehn Jahre und jünger waren. Anschließend galt es, einen Kilometer zu laufen.

Schüler zwischen zwölf und 13 Jahren mussten dann schon die doppelte Strecke bezwingen. Bei Jugendlichen ab den Jahrgängen 1998 und 1999 hatten die Schüler des Caspar-Vischer-Gymnasiums die Messlatte noch höher gelegt: Sie sollten 500 Meter schwimmen - und fünf Kilometer laufen. Die Wertung allerdings erfolgte getrennt.
"Damit der Übergang auch schnell klappt, sollen die Teilnehmer ihre Sachen, also Turnschuhe und so, in der Wechselzone vorbereiten", erklärte Laurina Limmer. Die Siebzehnjährige war beim P-Seminar, das den Duathlon organisiert hat, von Anfang an mit dabei. "Wir haben ein dreiviertel Jahr organisiert", erzählt sie und berichtet, dass alles nicht so einfach gewesen ist. Denn man musste erst einmal einen passenden Termin finden, musste die Veranstaltung genehmigen lassen. Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) konnte als Schirmherr gewonnen werden.

Preise und Medaillen wurden besorgt, Sponsoren gesucht. Ein Team kümmerte sich um die Öffentlichkeitsarbeit, ein weiteres um die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Sogar die Strecke legten die Schüler des Caspar-Vischer-Gymnasiums selbst fest. Man musste ausmessen und tüfteln, wie alles am besten machbar ist, erklärt Hauptorganisator Niklas Brönneke und Julian Fuchs. Doch fast 70 Sportbegeisterte kamen - trotz der Hitze.

"Oh, war das anstrengend", keuchte Jannes Gus, mit neun Jahren einer der ersten. Und die Kleinen hatte noch Glück, denn sie waren schon früh am Start. "Aber ich hab's geschafft", freut er sich und klagt trotzdem über Seitenstechen. Denn wahrscheinlich war die ungewohnte Anstrengung doch ein bisschen viel.

Mit der ganzen Familie

Ein ganz anderes Stressbewältigungsystem dagegen hat Maria Deichsel (10). Die Viertklässlerin aus der Blaich war mit der ganzen Familie mit von der Partie und war hochmotiviert, auch wenn eigentlich eher das Fechten ihr Sport ist. "Aber das war ganz gut", sagt sie und bedient sich am Zielbüffet. Als Belohnung gibt es einen Apfel. Kuchen hatten die Schüler aber auch parat.

Schulleiter Klaus Gagel ließ es sich nicht nehmen, mit dabei zu sein. Er machte die Zielfotos, freuten sich die P-Seminarler über die Unterstützung. Und am Ende stand die Siegerehrung.