"Die fünfte Jahreszeit ist friedlich verlaufen. Es gab wenige Zwischenfälle", erklärte der Organisator der 64. Bierwoche, Michael Schmid, bei der Bierwochen-Bilanz am Sonntag. "Sowohl unser Mönchshof-Naturradler, als auch das alkoholfreie Kapuziner Weißbier und das Kulmbacher alkoholfrei kamen bei den Bierfest-Besuchern gut an", sagte er und betonte, dass der Absatz aber sicherlich keine Rekordhöhe erreicht hat. "Aber das ist auch nicht unser Ziel. Wir wollen einfach ein Fest zum Wohlfühlen", war er sich mit Helga Metzel von der Kulmbacher Brauerei einig.

"Wir haben bei der Bierwoche bis dato - obwohl wir sehr präsent waren - keinen einzigen alkoholisierten Autofahrer erwischt. Und auch Unfälle im Zusammenhang mit der Bierwoche blieben aus", konnte der Leiter der Polizei Kulmbach, Gerhard Renk, die "Vernünftigkeit" der Kulmbacher und Bierfestbesucher nur bestätigen. "Unser Sicherheitskonzept, das wir gefahren haben, basierte auf starker Präsenz. Wir wollen da sein, bevor Auseinandersetzungen ausarten", so Renk. "Sehr wichtig war es auch, dass die Bundespolizei jeden Abend am Bahnhof war", so Renk.

Insgesamt acht Bierfestbesucher, darunter eine Frau, mussten in der Zelle der Polizei übernachten. "Aber wenn man den Ansturm am letzten Samstag bedenkt, muss man sagen, dass wir außergewöhnlich wenige Einsätze hatten. Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden", so Renk.

Kreislaufpatienten

Auch das Bayerische Rote Kreuz brauchte nicht von außergewöhnlichen Vorkommnissen berichten. "Insgesamt war die 64. Bierwoche eine sehr angenehme Bierwoche. Wir hatten natürlich - wegen der Hitze - einige Kreislaufpatienten", zog Maximilian Türk vom BRK eine Bilanz. Und drei größere Einsätze: ein Bierfestbesucher hatte einen Krampfanfall, einer bekam internistische Probleme und einer wurde von einer Wespe im Rachenraum gestochen.

Ansonsten wurden 18 Menschen mit mittelschweren Verletzungen behandelt - fast alles Bierfestbesucher, die sich Schnitte, die genäht werden mussten, zugezogen haben. "Erfreulicherweise waren kaum Versorgungen aufgrund von Schlägereien oder durch übermäßigen Alkoholkonsum erforderlich. Die Versorgungszahlen lagen im Durchschnitt der letzten Jahre", so Türk.

Den größten Ansturm gab es am ersten Samstag, am Donnerstag, am Freitag und am zweiten Bierfestsamstag. "Aber so langsam wird es schwierig, die Leistung zu steigern. Es klappt einfach", sagte Maximilian Türk.

"Ja, wir haben die Sahara-Bierwoche gut überstanden. Wir konnten zwar den Umsatzrückgang der ersten Tage nicht mehr aufholen, aber wir können vollauf zufrieden sein", zog auch der Sprecher der Festwirte, Günther Limmer, eine Erfolgs-Bilanz.

Auffallend bei der 64. Bierwoche 2013 war nach seinen Worten außerdem, dass die Festbesucher nicht nur Marken eintauschten, sondern dass sie auch in großer Anzahl bar bezahlten, so Limmer.