Denn schließlich sollten nicht nur die Kinder, die bei der Landjugend organisiert sind, auf ihre Kosten kommen, sondern auch die schon etwas älteren Mitglieder. "Zur Landjugend gehört man bis 35, manche sagen auch, zur Landjugend gehört man bis zur Heirat", erklärte Steinhäußer die Gepflogenheiten.

Knifflige Fragen

Zum Landjugend-Quiz hatten sich zwölf Teams à fünf Personen angemeldet. 16 Seiten Fragen mussten die Jugendlichen über sich ergehen lassen. Mehr als eine Stunde höchste Konzentration war angesagt. Denn auf dem Programm standen Landjugend-Fragen wie "Wie heißen die Landesvorsitzenden der Bayerischen Jungbauernschaft?" oder "Wir nennt man die fruchtbarsten Böden?", aber auch Allgemeinwissen war gefragt.

"Man, wir werden doch den Text der Bayern-Hymne zusammenbekommen", monierte Oliver Baumgärtner (25) aus Zaubach. "Gott mit dir, du Land der Bayern" stand auf dem Zettel - und dann? Aber er selbst konnte die erste Zeile nicht sagen. Und die anderen Mitglieder seines Teams - Tim Hennemann, Katja Degelmann, Marion Geißler und Jürgen Spindler - saßen irgend wie auch auf der Leitung.

Die Landjugend Zaubach hatte beim Quiz kein glückliches Händchen. Denn sie kam nur auf Platz acht mit 122,5 Punkten. Die Landjugend Rugendorf war einen Punkt besser. Die Sieger - die Landjugend Großlosnitz - erzielten immerhin 151,5 Punkte.

Nicht nur beim Quiz siegten die Großlosnitzer auf ganzer Linie, sondern auch beim "Spiel ohne Grenzen" hatten sie die Nase vorn, gefolgt von der Landjugend Plösen-Hof. Die Landjugend Stockau-Lehen/Marxgrün kam auf Rang drei.

Die Rugendorfer mussten sich mit Rang fünf, die Zaubacher mit Rang zehn zufrieden geben. Und die Kleinen aus Stadtsteinach kamen nur auf den 14. Platz.

Die fliegenden Kleiderbügel von Stadtsteinach

Die Verantwortlichen bei der Landjugend hatten sich witzige Spielideen einfallen lassen. Mit Kleiderbügeln versuchten die Starter so zu werfen, dass die Bügel an einer Kleiderstange hängen bleiben. Getränkekästen mussten zwischen einer Wand und den Teammitgliedern eingeklemmt werden. Andere wühlten im Sand und suchten nach Murmeln oder warfen Wasserbomben in einen Eimer. Sie sprühten Kerzen aus und machten Sackhüpfen. Ping-Pong-Bälle sollten in einen mit Wasser gefüllten Becher geworfen werden. Die Starter mussten sich beim Wischmopp-Schmeißen, beim Schubkarren-Parcours und beim Tampon-Balanceakt beweisen.

Am Abend spielte die Band "Geile Zeiten" und machte die Nacht zum Tag. Denn auch bei der Landjugend fängt die Party erst um Mitternacht so richtig an.