Sie glauben, liebe Leserinnen und Leser, dass wir kein Haar in der Suppe finden? War doch optimal: Thomas Gottschalk hat gewonnen, und der Familientreff bekommt den versprochenen Batzen Geld. Stimmt, der beliebte TV-Star hat sich nach dem Hilferuf aus Kulmbach - von einer Frau, die ungenannt bleiben will - etwas einfallen lassen. Er hätte es nicht tun müssen, niemand hätte was gemerkt.

Doch wir haben ein Haar in der Suppe gefunden. Thomas Gottschalk hat Wort gehalten - und jetzt ist der ganz g'scheite Leserbriefschreiber an der Reihe, der glaubt (siehe unten), nie mehr Unsinn gelesen zu haben als in dem Artikel "Familientreff: Gottschalk will helfen". Es geht um Joe Krumpholz, jetzt Helmbrechts, der meint: Wer daran glaubt, dass Gottschalks Vorschlag eine Idee sei, wie der Familientreff zu Geld kommen kann, "hat entweder zu viel Bierfest erlebt oder leidet noch immer unter den Nachwirkungen".

Na gut, Herr Krumpholz, halten Sie uns bitte künftig immer auf dem Laufenden, wenn Sie Lotto spielen. Damit wir wissen, dass die Ankündigung, "dass ich meinen nächsten Lottogewinn - und zwar in gesamter Höhe - dem Kulmbacher Familientreff zur Verfügung stellen werde", keine Luftblase gewesen ist. Oder: Si tacuisses, philosophus mansisses (lateinisch/"Wenn du geschwiegen hättest, wärest du ein Philosoph geblieben").



Leserbrief: "Ich spende Lottogewinn"

Zum Bericht "Familientreff: Gottschalk will helfen" äußerte sich Joe Krumpholz, Helmbrechts, am 22. August wie folgt:

Ich weiß nicht, ob ich enttäuscht sein muss oder verwundert, oder ob die ganze Angelegenheit einem Übertragungsfehler geschuldet ist. Jedoch, ohne mich diesbezüglich festlegen zu wollen, erkläre ich hiermit, dass ich meinen nächsten Lottogewinn - und zwar in gesamter Höhe - ebenfalls dem Kulmbacher Familientreff zur Verfügung stellen werde.

Und, im Falle der erwarteten Erfolglosigkeit, spende ich 50 Euro. Das ist im Verhältnis zu meinem Einkommen sicher viel viel mehr als jene 50.000 Euro im Verhältnis zum Einkommen eines Thomas Gottschalk.

Wer immer auch das Ansinnen von Herrn Gottschalk als "eine Idee, wie die von Finanznöten geplagte Einrichtung zu Geld kommen kann", ernsthaft in Erwägung zieht, hat entweder zu viel Bierfest erlebt oder leidet noch immer unter den Nachwirkungen. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, in den letzten Jahren mehr Unsinn in einem einzigen Artikel gelesen zu haben.