Auf die dramatische Zunahme von Demenzkranken weist die Krankenkasse DAK hin und bezieht sich auf aktuelle Studien des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Umso wichtiger seien die neuen Leistungen der Pflegeversicherung, die ab Januar 2013 eingeführt wurden. "Für die Betreuung der Betroffenen und die Entlastung der Angehörigen bedeutet die Gesetzesneuerung einen wichtigen Fortschritt", so Maria Steinlein von der DAK in Kulmbach.

Demenzkranke können seit Jahresbeginn auch ohne Pflegestufe nach erfolgter Begutachtung Leistungen der Pflegeversicherung beziehen. Bei den Pflegestufen I bis II erhöhen sich die Pflegeleistungen, wenn aus dem Gutachten des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) ein erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf hervorgeht, durch den die sogenannte "Alltagskompetenz" erheblich gemindert ist. Durch die erhöhten Leistungsbeträge soll die Möglichkeit geschaffen werden, die häusliche Betreuung für diesen Personenkreis zu verbessern.

So steigert sich beispielsweise in der Pflegestufe I der Pflegegeldbetrag um 70 Euro. Weiterhin können Pflegebedürftige auswählen, ob sie die bekannten Sachleistungskomplexe wählen oder sich ein Zeitkontingent zur Erbringung von Pflegeleistungen einkaufen. Die Voraussetzung hierfür ist, dass eine Vereinbarung zwischen den Leistungserbringern und den Pflegekassen geschlossen ist.



Aktuell leiden in Deutschland rund 1,3 Millionen Menschen unter einer Demenz. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 verdoppelt. Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik beeinträchtigt. Detaillierte Informationen zu den neuen Pflegeleistungen gibt es www.dak.de/pflegereform