EKU-Platz und Tiefgarage sind heller, großzügiger und moderner. Nachdem ich seit der Neueröffnung immer nur die Tiefgarage genutzt habe, habe ich neulich mal "oben" geparkt - und mich doch etwas gewundert.

Das fing schon bei der Einfahrt an. Vom großen Kreisel kommend habe ich mich gefragt, ob ich mich jetzt wirklich geradeaus auf dem doch recht schmalen Abschnitt zwischen der Einhausung zur Tiefgaragen-Abfahrt und dem früheren Sir Henry durchquetschen soll. Ein Schild "Einfahrt" stand (und steht bis heute) nicht dort. Was soll's, Augen zu und durch. Die nächste Herausforderung war die Suche nach dem Ticketautomaten. Man muss schon gute Augen haben (zugegeben, ich bin Brillenträgerin) und am besten auch groß sein, um die doch etwas zurückhaltenden Beschriftungen der beiden Ticketautomaten zu erspähen.

Der größte Spaß kommt allerdings bei der Ausfahrt. Als Kulmbacherin weiß ich natürlich, dass ich über den kleinen Kreisel den Parkplatz verlassen muss - und zwar erst mal rechts rum. Doch vor allem Auswärtige haben spätestens hier ein echtes Problem. Denn: Wieder fehlen die Schilder. Nirgends steht ein Hinweis "Ausfahrt". Lediglich Pfeile auf dem Pflaster sollen den Weg weisen. Doch die kann man im Dunkeln oder bei tief stehender Sonne praktisch nicht erkennen. Mehr als einmal habe ich mittlerweile Autos mit ortsfremden Kennzeichen spätabends etwas ratlos über den EKU-Platz kurven sehen.

Mein Highlight war letzte Woche allerdings jener Autofahrer, der (am hellichten Tag) seinen eigenen Ausweg kreiert hat und einfach zwischen Ruhebank und Laternenmast quer über den Fußgängerbereich in Richtung Stadthalle auf die Straße gefahren ist.

Vielleicht sind die Arbeiten am Platz ja noch gar nicht ganz abgeschlossen und die Schilder kommen noch. Aber hätten die nicht Vorrang vor den Pflanztrögen gehabt? Ansprechend und modern ist ja schön und gut, aber übersichtlich sollte es schon auch sein.