Die letzte Abfahrt auf der Piste, bevor man am nächsten Tag abreist, soll am Besten ewig dauern. Oder der Strandurlaub, der besonders dann wieder viel zu kurz gewesen ist, wenn man urplötzlich feststellt, dass das Flugzeug schon auf einen wartet.
Klar gibt es auch Dinge, bei denen man sich freut, wenn sie endlich zu Ende sind. Wenn man zum Beispiel ein ungeliebtes Schulfach loswird, nicht mehr länger mit Gipsarm herumlaufen muss oder das Kind auf dem Flugzeugsitz neben einem endlich aufhört zu schreien. Bei Sachen jedoch, die einem Spaß machen, wünscht man sich dann doch immer, sie mögen noch etwas andauern. Vor allem, und das muss ein Naturgesetz sein, weil man das Beste an der Sache immer erst zum Schluss entdeckt. Das leckerste Müsli beim Frühstück im Hotel findet man grundsätzlich erst am Abreisetag. Die schönste Skihütte bemerkt man erst, wenn der Urlaub praktisch schon zu Ende ist. Oder man findet am letzten Tag heraus, dass einem Tauchen so viel Spaß macht wie sonst nichts.
Solche Situationen kennt jeder, und jeder hat sich schon einmal darüber geärgert, dass er es nicht schon früher bemerkt hat. Doch vielleicht ist das auch Absicht. Vielleicht soll man das Beste erst zum Schluss entdecken, weil man es dann besonders genießt und das, was auch immer man gerne länger tun würde, mit einem kleinen Knalleffekt endet.