Außer Anträgen über Bordsteinabsenkungen und dem "reflexartigen Rufen nach Steuererhöhungen" bleibe von GOL und SPD nicht viel im Gedächtnis.

"Können mit Geld umgehen"

Ganz anders dagegen die Leistungen der CSU, auf die Henry Schramm verwies, ohne dabei das Licht zu sehr unter den Scheffel zu stellen: "Auch wenn wir nicht alles richtig machen, machen wir es immer noch besser als alle anderen." Dazu gehöre auch, mit Geld umgehen zu können. "Wir machen keine Schulden mehr, sondern zahlen sie zurück", sagte er.

Jörg Kunstmann wies als Spitzen-Kandidat für die Kreistagswahl auf die Bürgernähe der CSU hin. "Wir sind draußen bei den Firmen, den Vereinen und an den Stammtischen." Dagegen setzten SPD, Linke und Grüne auf "weltfremde Konzeptionen", die FDP habe die Quittung für soziale Kälte und Marktradikalisierung erhalten.
Für die CSU seien Arbeitsplätze das Wichtigste, betonte Kunstmann. "Denn wo sich Menschen niederlassen, das hängt von den Arbeitsplätzen ab. Alle anderen Angebote sind schön, aber nicht das Entscheidende."

Das Zukunftsthema schlechthin ist für Kunstmann, "das Studieren in Kulmbach in größerem Ausmaß möglich zu machen". Denn die Stadt sei eines der wenigen Oberzentren in Bayern ohne größere Hochschuleinrichtung. "Damit erhalten wir eine neue Dynamik, dann kommen junge Menschen. Wir müssen in München sagen, dass wir Anspruch darauf haben."

Keine Schulden und kein Streit

Wolfram Brehm würdigte die Arbeit von Henry Schramm, unter dessen Führung als Kulmbacher Oberbürgermeister nicht nur seit acht Jahren ein schuldenfreier Haushalt auf die Beine gestellt wird, sondern auch die Streitereien im Stadtrat beendet wurden. Letzteres sei der Verdienst des OB, denn an der Zusammensetzung des Gremiums habe sich nicht viel geändert.

Zwei große Aufgaben stehen laut Brehm in der Stadt Kulmbach an: die Spinnerei mit Leben erfüllen und den Zentralparkplatz beziehungsweise die Tiefgarage sanieren. Letzteres sei wegen des Bierfests ein sensibles Thema. "Wir werden mit der Sanierung nach dem Bierfest 2015 anfangen und vor dem Bierfest 2016 damit fertig sein", gab er als Marschrichtung vor.