Die Anlieferung der Skibörsen-Artikel in der Steinachtalhalle erfolgte schon einen Tag vor dem Verkauf: Schließlich mussten alle Artikel mit Nummern versehen werden und geordnet werden. Das gesamte Wasserwacht-Team war im Einsatz. Nicht weniger als 1536 Artikel wurden feilgeboten, bilanzierte Ronny Metzner von der Wasserwacht.

Schon eine halbe Stunde, bevor die Türen geöffnet wurden, standen die ersten Schnäppchenjäger Schlage. Dann war es endlich so weit. "Am Anfang bekommt man immer ein bisschen Angst, wenn alles reinstürmt. Aber die Leute verteilen sich ziemlich schnell", weiß Ronny Metzner. Denn fast alle, die zur Skibörse nach Stadtsteinach kommen, haben exakte Vorstellungen, was sie suchen - oder sie lassen sich einfach vom Angebot inspirieren, schauen und greifen dann spontan zu.

Ausrüstung für Kinder gefragt

Die meisten Besucher hatten es in diesem Jahr auf Kinderausrüstung abgesehen. Skier, Snowboards, Anoraks, Mützen, Handschuhe - es gab alles, was das Herz begehrte. Und es war genug für alle da: Skier in allen Längen und Preisklassen.

Auch Vincent (4) und Constantin (7) Wendel machten sich auf die Suche. Die Skier sollten natürlich auch schön ausschauen, hatten sich die Jungs vorgenommen. Und Mama Alexandra übernahme die Beratung.

"Ich suche auch Kinderskier. Ich kenne mich ein bisschen aus. Sie sollten zehn Zentimeter kleiner sein als die Körpergröße. Und ich schaue die Kanten an. Die müssen in Ordnung sein", erklärt Dietmar Glaser. Der 44-Jährige ist selbst begeisterter Wintersportler und traut sich zu, die Qualität zu beurteilen. Sein sieben Jahre alter Sohn sollte in diesem Winter richtig Spaß im Schnee haben. "Aber ich möchte nur maximal 40 Euro ausgeben, denn ab 90 Euro gibt es schon neue Kinderskier", hat sich der Schnäppchenjäger ein klares Preislimit gesetzt.

Auf Sicherheit wird geachtet

Hoch im Kurs stand außerdem die Sicherheitsausrüstung. Helme in allen Farben und Formen wechselten die Besitzer. Auch Davina Meschner (7) probierte einen. "Ich will eigentlich einen weißen", erklärte die Siebenjährige. Doch dann fand sie einen leuchtend pinkfarbenen Helm, den sie gar nicht mehr absetzenwollte. "Ski fahren kann ich schon. Ich habe schon drei Kurse gemacht", verriet der kleine Profi und kann es kaum erwarten, bis die weiße Pracht vom Himmel fällt.

Doch auch für die Großen gab es ein riesiges Angebot: Rund 135 Paar Erwachsenen-Skier ab einer Länge von 1,50 Metern waren im Angebot. Alles Carver, denn andere will keiner mehr haben. Die Bretter wurden von Jutta Göppner vorher begutachtet. Die ehemalige Sportgeschäft-Inhaberin stand den Besuchern auch mit Rat und Tat zur Seite, falls es Fragen gab.

Rainer Spindler suchte mit seinem Sohn Benjamin (7) ein Skier für die Mama. "Wir haben alles, aber für die Mama brauchen wir was Neues", erklärte der 51-Jährige. Sein Favorit waren ein Paar Salomon in dunklem Anthrazit. Optisch war nichts auszusetzen, doch die Expertin sollte noch einmal eine Berwertung abgeben.
Sehr begehrt waren auch Skischuhe - preislich zwischen fünf und über 200 Euro angesiedelt. Am Ende nutzten viele Schnäppchenjäger noch die Gelegenheit, um auch ein paar Stücke Kuchen mit nach Hause zu nehmen oder vor Ort zu verzehren. Um jetzt richtig Spaß mit den neuen Sachen zu haben, müssen eigentlich nur noch die Flocken vom Himmel schneien - und los geht's...