Das Gremium beauftragte das Planungsbüro Reuther NetConsulting aus Bad Staffelstein mit den weiteren Arbeitsschritten. Bereits im Vorjahr hatten sich die Räte intensiv mit der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Gewerbe- und Kumulationsgebieten in Bayern befasst und unter anderem das gesamte Gemeindegebiet als Erschließungsgebiet festgelegt. Der Bürgermeister: "Da aber nach der Richtlinie in der ursprünglichen Fassung kein erhöhter Breitbandbedarf nachgewiesen werden konnte, war ein weiteres Vorgehen nicht möglich. Durch die Neufassung der Breitband-Richtlinie ist nun grundsätzlich die Festlegung eines oder mehrerer Fördergebiete durch die Gemeinde ohne Bedarfsnachweis möglich."

90 Prozent Zuschuss

Nach einer überschlägigen Kostenschätzung von Kabel Deutschland ist für die Außenorte Maierhof, Breitenreuth, Kaltenstauden und Streichenreuth mit Investitionskosten von rund 500 000 Euro zu rechnen und für die noch nicht erschlossenen Parzellen im Hauptort Guttenberg mit voraussichtlich 80 000 Euro. Aufgrund der neuen Förderrichtlinien würde die Gemeinde Guttenberg für maximal 840 000 Euro an zuwendungsfähigen Kosten einen Zuschuss von 90 Prozent erhalten. Unter Berücksichtigung der Förderung beträgt der Eigenanteil der Gemeinde für 60 Wohneinheiten rund 50 000 Euro.

Viele junge Familien

Für stellvertretenden Bürgermeister Klaus Witzgall (CSU) ist es endlich der richtige Weg, den Breitbandausbau in den Außenorten voranzubringen: "Wir haben dort auch viele junge Familien, die anschließen wollen." Sein Fraktionskollege Otto Kreil pflichtete ihm bei: "Wir investieren in die Kindertagesstätte, und es würde keiner verstehen, wenn wir das nicht tun würden."

Eugen Hain verwies darauf, dass die Gemeinde auch die finanziellen Reserven für den Breitbandausbau hat.


Bocciabahn ist beschlossene Sache

Beschlossene Sache ist der Bau einer Bocciabahn im Pausenhof der alten Schule. Gemeinderat Horst Bittermann (SPD/FWG) hatte das Projekt angeregt, das im Frühjahr mit dem Bauhof verwirklicht werden soll. Die Kosten dafür werden sich in Grenzen halten, meinte Bürgermeister Eugen Hain in der Ratssitzung.
Wie Horst Bittermann aufzeigte, könnte die Bahn im Winter auch zu einer Eisfläche umfunktioniert werden, wo zum Beispiel Eisstockschießen veranstaltet werden könnten. Im Sommer wären eine Sandkegelbahn oder ein Spielfeld für Badminton denkbar. Eugen Hain: "Der finanzielle Aufwand ist minimal. Wir müssen einfach mal was Neues machen, sonst wird es langweilig."

Thomas Jaekel (SPD/FWG) sah als Einziger im Gremium keinen Bedarf für eine Bocciabahn und stimmte dagegen.

Planmäßig verläuft der Haushalt 2014 wie, der Bürgermeister bestätigte. Die geplante Zuführung von rund 50 000 Euro an den Vermögenshaushalt könne deutlich überschritten werden, denn der Soll-Überschuss werde mit 250 000 Euro eingeplant. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag Hains zu, bei einem Darlehen eine Sondertilgung von 10 000 Euro vorzunehmen: "Wir haben das finanzielle Polster, wir können es uns leisten."
Zustimmung fand der Bauantrag von Hans-Ulrich und Renate Söllner auf Errichtung von zwei fränkischen Dachgauben auf dem Wohnhaus Hohberg 3.

Eugen Hain gab bekannt, dass er die Gemeinde vorsorglich für die Gewährung von EFRE-Fördermitteln mit der Revitalisierung des Ortskerns und der energetischen Sanierung des alten Schulhauses zum Dorfgemeindehaus angemeldet hat.

In die Anbindung Guttenbergs an das Radwegenetz in Untersteinach kommt wieder etwas Bewegung. Gemeinsam mit seinem Kupferberger Amtskollegen hat Hain einen erneuten Vorstoß beim Landratsamt unternommen. In einem ersten Abschnitt will man zumindest einen Anschluss von Untersteinach bis zur Gemeindegrenze von Guttenberg erreichen.