Es war der 2. September 2012, an dem für die Untersteinacher Schützen die Stunde Null schlug. An diesem Tag brannte ihr Schützenheim nieder, alles Interieur wurde dabei vernichtet. Es war ein schwerer Schlag für die Schützengesellschaft, bei der aber schon nach wenigen Tagen erste Pläne für den Wiederaufbau geschmiedet wurden. Innerhalb weniger Wochen musste allerdings erst mal das alte Gebäude komplett abgebrochen werden.

Kein leichtes Vorhaben

Das Vorhaben, einen Neubau zu erstellen, erwies sich alles andere als leicht. Denn immer wieder gab es neue Versionen - und neue Vorschriften. Die vorhandene Bodenplatte musste - so wollte es die Versicherung - wiederverwendet werden. Das war die Grundvoraussetzung, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Es mussten Ausschreibungen vorgenommen werden, und es galt, auf die Förderbescheide zu warten. Alles zog sich in die Länge, wie Inge Winkler von den Schützen betont. Kurz vor dem Winter 2013/2014 sei dann alles in trockenen Tüchern gewesen, so dass der Wiederaufbau eigentlich hätte beginnen können. "Aber wir hätten die Abdeckung nicht hinbekommen", sagt Inge Winkler. Deshalb haben sich die Schützen dazu entschlossen, kein Risiko einzugehen und erst nach dem Winter mit dem Bau zu beginnen.

Die Wände wachsen

Jetzt tut sich was an der Stelle, an der das Schützenhaus 2012 abgebrannt ist. Vor einigen Tagen wurden Porotonsteine angeliefert. 32 Paletten und Ziegelblöcke warten darauf, verbaut zu werden. Ein Trupp der Mainleuser Firma Helmut Herrmann ist mit Feuereifer bei der Sache. Die Wände auf der Bodenplatte wachsen Tag für Tag. "Wenn uns jetzt das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, dann sind wir bis Ende der Woche fertig. Das geht schnell. Das sind ja lauter gerade Wände", sagt die Chefin des Mainleuser Unternehmens, Heidi Herrmann , über den Zeitplan.

Arbeiter stehen in Startlöchern

Die nächsten Gewerke stehen schon in den Startlöchern, erklärt Inge Winkler, die gemeinsam mit der Ingenieurin Ines Braunersreuther und vielen anderen freiwilligen Helfern die komplette Baustelle koordiniert. Die Zimmerer rücken sofort im Anschluss wohl Anfang nächster Woche an. Schon für Ende April, spätestens Anfang Mai ist das große Richtfest geplant. Und dann kommt der Schreiner, der Türen und Fenster einbaut.

"Wir liegen im Zeitplan

"Heute haben wir wieder eine Besprechung wegen der Details", teilt Inge Winkler mit. Auch die Heizungs- und Installationsfirma stehe schon Gewehr bei Fuß. Die Elektroarbeiten würden vom Ehemann einer Schützin ausgeführt. "Wir können nicht davon ausgehen, dass wir bis August alles schaffen. Aber wir liegen gut im Zeitplan, alle Aufträge sind vergeben", sagt Winkler, die froh ist, dass der Wiederaufbau bislang ohne Probleme vonstatten geht und der Zeitpunkt, zu dem die Schützen wieder auf der eigenen Anlage schießen, näher rückt.