Wo ist die Bereitschaftspraxis künftig zu finden?

Die Bereitschaftspraxen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) sind bayernweit die zentralen Anlaufstellen für Patienten, wenn diese außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten eine ambulante medizinische Versorgung benötigen. So auch die Bereitschaftspraxis in Kulmbach, die ab Montag, 4. März, für rund ein Jahr in einen neuen Gebäudeteil innerhalb der Klinik umzieht. Wenn man außen vom Haupteingang Richtung Notaufnahme geht, erreicht man das neue Gebäude, das linker Hand unmittelbar vor dem Eingang zur Notaufnahme liegt. Die Praxis befindet sich im ersten Stock, vom Aufzug bzw. der Treppe aus auf der rechten Seite.

Wann hat die Bereitschaftspraxis geöffnet?

Für die Patienten hat die Praxis täglich ab 18 Uhr geöffnet, Mittwoch und Freitag bereits ab 17 Uhr sowie ganztägig an den Wochenenden und Feiertagen. Eine Kooperation mit der Klinik ermöglicht darüber hinaus die ambulante Versorgung auch zu den Nachtzeiten. Die Bereitschaftspraxen können ohne Voranmeldung aufgesucht werden.

Allgemeine Ärztliche KVB-Bereitschaftspraxis am Klinikum Kulmbach

Albert-Schweitzer-Straße 10

95326 Kulmbach

Montag, Dienstag, Donnerstag: 18 bis 21 Uhr

Mittwoch, Freitag: 17 bis 21 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertag: 9 bis 21 Uhr

Wofür ist die Gemeinschaftspraxis gut?

Grundsätzlich hat die Einrichtung zentraler Bereitschaftspraxen für die Patienten den Vorteil, dass mühsame Recherchen, welcher niedergelassene Arzt Dienst hat und wo sich dessen Praxis befindet, entfallen. Außerdem werden die Notaufnahmen der Krankenhäuser von leichteren Fällen entlastet, die ambulant behandelt werden können.

Welchen Unterschied zum Notarzt gibt es?

Sollten Patienten aus gesundheitlichen Gründen die Bereitschaftspraxen nicht selbst aufsuchen können, werden ergänzend - wie bisher auch - medizinisch notwendige Hausbesuche durchgeführt.

Die aktuellen Öffnungszeiten aller Bereitschaftspraxen in Bayern sind auf der Internetseite www.bereitschaftsdienst-bayern.dezu finden. Telefonisch ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst kostenlos und vorwahlfrei unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116117 erreichbar. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist zu unterscheiden von der notärztlichen Versorgung. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen ist stets der Notarzt - unter der kostenfreien Rufnummer 112 - zu verständigen.

Wer leistet den Bereitschaftsdienst?

Zum Hintergrund: Der Ärztliche Bereitschaftsdienst in Bayern

In Bayern sind rund 21.000 niedergelassene Haus- und Fachärzte zum Bereitschaftsdienst verpflichtet. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist nachts, an Wochenenden und Feiertagen für Patienten da, die nicht lebensbedrohlich erkrankt sind, deren Behandlung jedoch nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten kann.

Was muss der Bereitschaftsdienst gewährleisten?

Die Patienten sollen so weit versorgt werden, dass sie am nächsten Morgen oder zu Beginn der neuen Woche die reguläre Sprechstunde ihres Hausarztes oder des entsprechend der Erkrankung erforderlichen Facharztes aufsuchen können. Die KVB hat das Ziel, flächendeckend in ganz Bayern eine ambulante medizinische Versorgung auch abends und an Wochenenden und Feiertagen zu gewährleisten und zugleich die Dienstbelastung möglichst gleichmäßig unter den zum Dienst verpflichteten Haus- und Fachärzten zu verteilen.

Wie viele Bereitschaftspraxen gibt es in Bayern? Seit Anfang 2019 gibt es insgesamt rund 110 Bereitschaftspraxen in Bayern. Über 99 Prozent der bayerischen Bevölkerung können eine Bereitschaftspraxis innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit erreichen.

Welches Gesetz liegt zugrunde?

Hintergrund ist das zum 1. Januar 2016 in Kraft getretene Krankenhausstrukturgesetz (KHSG). Es gibt vor, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen Bereitschaftspraxen an Krankenhäusern nach Bedarfsgesichtspunkten einrichten sollen.