Die Standsicherheit des Hegnichwegs, der als öffentlicher Feld- und Waldweg gewidmet ist, bereitet den Wirsberger Marktgemeinderäten Kopfzerbrechen. Wie Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD) in der Sitzung am Dienstagabend mitteilte, macht vor allem ein 30 Meter langes Teilstück Sorge. Der steile Böschungshang in besagtem Bereich ist seit Jahrzehnten in Bewegung und droht weiter in Richtung Schorgast abzurutschen.
 


Gefahr ist akut


Für den baulichen Unterhalt des Feld- und Waldwegs seien zwar die Anlieger zuständig, so Anselstetter, doch die Kommune sei für die Abwendung von Gefahren zuständig - "und die sind in dem Teilstück akut gegeben".

Eine geotechnische Untersuchung soll Aufschluss über die Standsicherheit des Hanges geben. Die Verwaltung hatte hierfür ein Honorarangebot eingeholt, das sich einschließlich einer Konzepterstellung für einen Sanierungsvorschlag auf knapp 3500 Euro bewegt.

Bürgermeister Anselstetter schlug dem Gremium vor, zunächst Kontakt mit den zuständigen Behörden aufzunehmen und noch weitere Kostenangebote einzuholen.

 

 


Neue Wegführung denkbar


Denkbar ist aber auch, die Wegeführung in dem Bereich zu verändern. "Wir werden auch mit den Anliegern Kontakt aufnehmen und nichts auf die lange Bank schieben, aber wir brauchen ein Urteil von einem Spezialisten."

An der weiteren Instandsetzung der Friedhofsmauer in Wirsberg wird sich die Marktgemeinde kostenmäßig beteiligen. Für die Arbeiten liegt ein Kostenangebot der örtlichen Firma Müller-Bau über 11 434 Euro vor. Das Landesamt für Denkmalschutz gewährt einen Zuschuss von 4000 Euro , die restlichen Kosten tragen die Kirchengemeinde und die Marktgemeinde je zur Hälfte. "Das ist vertretbar", meinte Hermann Anselstetter.

 

 

 

 


Container für die Krippe


Um den Bedarf an Krippenplätzen zu decken, werden für eine Übergangszeit von eineinhalb Jahren Container am Zentralparkplatz errichtet. Die Marktgemeinde stand dabei vor den Alternativen, den betroffenen Eltern abzusagen und zu empfehlen, einen Krippenplatz in der Nachbarschaft zu suchen, eine 100 Quadratmeter große Privatwohnung für diesen Zweck anzumieten und baulich zu verändern oder Containergebäude anzumieten.

 

 

 

 


Mietkosten werden bezuschusst


"Wir haben uns dafür entschieden, sieben Einzelcontainer mit einer Gesamtgröße von 104 Quadratmetern auf dem Zentralparkplatz zu errichten. Sie unterschieden sich nicht von einer Massivbauweise, die Regierung von Oberfranken wird sich auch an den Mietkosten beteiligen", betonte der Bürgermeister.

Die Container werden am 19. September angeliefert und an die die Wasserver- und Abwasserentsorgung angeschlossen. Man hofft, dass auch die Möbel rechtzeitig kommen werden.

Das Gremium erteilte für das Vorhaben, das als Sonderbau eingestuft wird, das gemeindliche Einvernehmen. Ein Einzelcontainer ist 17,44 mal sechs Meter groß. Zu einer größeren Einschränkung der Parkplätze soll es nicht kommen.