Als Nachfolgerin von Karl-Theodor zu Guttenberg war sie vor der Wahl bisweilen gehandelt worden. Manch einer blieb angesichts derartiger Prognosen skeptisch. Aber die Wahlergebnisse, die zur Stunde aus dem Raum Lichtenfels aufschlagen, geben den Optimisten recht. Emmi Zeulner deklassiert ihren Mitbewerber Simon Moritz klar. In ihrer Heimatstadt Lichtenfels votieren mehr als 60 Prozent der Wähler für sie. Weismain meldet gar 71,57 Prozent der Stimmen für Zeulner - und nur 12,64 für Moritz.

Simon Moritz und seine SPD freuen sich über ein "ordentliches Erststimmen-Ergebnis". Bis 2009 sei es mit der Partei ständig bergab gegangen. Nach dem historischen Tief sei nun eine Trendwende gelungen - auch wenn man sich natürlich ein noch besseres Ergebnis gewünscht hätte, so die erste Reaktion von Moritz.

Der Kreisvorsitzende der Kulmbacher FDP, Thomas Nagel, spricht von einem "unfassbaren Tag". Im Bund bangt seine Partei um den Wiedereinzug in den Bundestag. Die Chancen dafür stehen schlecht. Im Wahlkreis Kulmbach votierten nicht einmal zwei Prozent der Wähler für den Direktkandidaten Stephan Otte.

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