Die entscheidende Verbesserung ist, dass von der Staatsstraße zum neuen Bahnübergang ein ausreichender Stauraum geschaffen wird. Dessen Fehlen beim alten Bahnübergang das Kernproblem.

Die Harsdorfer Bahnübergänge, die Anlegung eines neuen Außenbahnsteigs am Bahnhof und die Umrüstung des Stellwerks in Harsdorf auf die elektronische Anlage in Bindlach verursachen Kosten von rund vier Millionen Euro. Die Gemeinde Harsdorf wird nur mit rund 100 000 Euro für den neuen Bahnübergang "Erlenweg" zur Kassen gebeten.

Bürgermeister Günther Hübner (CSU) ist sichtlich erleichtert, dass die Arbeiten endlich begonnen haben und damit eine sichere Überquerung der Bahnstrecke Bayreuth-Neuen-markt/Wirsberg möglich ist: "Die Umfahrungen werden heuer nicht mehr alle fertig, aber es ist sichergestellt, dass die Erschließungsfunktionen zu den Häusern im Erlenweg gegeben ist", erläutert Hübner. Neben dem neuen Bahnübergang werde auch ein aufgeweiteter Linksabbiegerstreifen auf der Staatsstraße angelegt, so dass sich die Sicherheit insgesamt verbessere.

Ralf Hauenstein vom Staatlichen Bauamt Bayreuth macht deutlich, dass es sich auf der Staatsstraße nicht um eine Linksabbiegerspur handelt, sondern um einen "Aufstellbereich". Hauenstein: "Der nach Trebgast führende Fahrstreifen wird auf 5,50 Meter aufgeweitet, so dass sich der links abbiegende Verkehr am Mittelstreifen orientieren kann und ortsauswärts Fahrende rechts vorbeikommen."
/>Die Gemeinde Harsdorf konnte auch erreichen, dass vom neuen Bahnübergang bis zum Beginn der Ortschaft ein Geh- und Radweg angelegt wird. Dieser wird aus Richtung Trebgast kommend rechts neben der Staatsstraße verlaufen.

"Man muss einfach sagen, dass der Bereich am Erlenweg damit enorm entschärft wird. Es ist ja bekannt, was dort in der Vergangenheit passiert ist. Auch die Verbindung mit dem Radweg ist insgesamt eine deutliche Verbesserung", so das Fazit von Ralf Hauenstein.


Rückbau wohl erst nächstes Jahr

Die beiden Bahnübergänge in der Hirtengasse und am Erlenweg (alt) werden noch zurückgebaut. Ob das noch heuer der Fall ist, ließ Bürgermeister Hübner offen: "Ich gehe davon aus, dass der Übergang vorerst nur für den Verkehr gesperrt wird und der Rückbau erst nächstes Jahre erfolgt."

Dankbar ist Hübner vor allem den beteiligten Grundstückseigentümern, die die erforderlichen Flächen ohne Probleme abgetreten hätten: "Nachdem jeder die Brisanz der Lage erkannt hat, gab es keine großen Diskussionen.