Das will der 50-Jährige ändern: Gemeinsam mit der Tourist-Information der Stadt Kulmbach bietet er am 26. August erstmals eine geführte Mountainbike-Tour an, bei der sich die Teilnehmer auf Naturerlebnisse auf vergessenen Wegen freuen dürfen.
Die Strecke hat der Kulmbacher so gewählt, dass sie jeder bewältigen kann, der regelmäßig mit dem Mountainbike unterwegs ist. "Das konditionell anspruchsvollste Wegstück ist der Anstieg von der Unteren Buchgasse rauf zur Plassenburg."
Nach einem schnellen Radcheck vor dem Start führt Bernd Tauer die Gruppe zum Maximiliandenkmal und den Königseichen oberhalb der Plassenburg. "Viele Kulmbacher kennen diese Plätze gar nicht."
Über einen Single-Trail mit Serpentine geht es vorbei am Tierheim in Richtung Ködnitz, dann etwa 50 Höhenmeter bergab über den Nordhang auf einem schönen und schnellen Weg hinunter bis zu einer Lichtung. "Dort erwartet uns ein super Blick auf das Fichtelgebirge", verspricht Bernd Tauer.
Weitere Stationen sind die Naturbühne Trebgast und die Sandsteinbogenbrücke bei Feuln. In Ködnitz wird die Gruppe entscheiden, ob es weiter talwärts geht oder noch zur "Kohlenbuche" fährt.
Bei der Planung hat Bernd Tauer auf eine Streckenführung abseits der Hauptwege geachtet: "Es gibt viel Abwechslung und ein paar sehr schöne Aussichtspunkte."
Schon vor drei Jahren hatte Tauer die Idee, geführte Mountainbike-Touren anzubieten und dachte dabei vor allem an Touristen. "Aber Kulmbach ist in dieser Hinsicht noch ein Geheimtipp. Mountainbiker verirren sich kaum zu uns. In Kulmbach trifft man vor allem Tourenradler." Deshalb hat Tauer jetzt vor allem die Einheimischen im Visier.
Die Tourist-Information würde das Angebot gerne dauerhaft etablieren, wenn es genug Resonanz findet. 10 000 Flyer wurden verteilt, die Lust auf Erkundungstouren per Mountainbike machen sollen. Maximal wölf Fahrer können sich pro Tour anmelden.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit beim BRK-Rettungsdienst hat Bernd Tauer eine Mountainbike-Trailscout-Ausbildung absolviert. Zwischen Döbraberg und Kordigast liegt liegt sein bevorzugtes Tourengebiet. Warum? "Die Landschaft bietet viel Abwechslung. Hier fährt man nicht nur Berge rauf und runter, sondern es gibt viel zu sehen und viele Ortschaften, wo man einkehren kann."
Näheres zu den Tourdaten lesen sie am Samstag in der Bayerischen Rundschau.