Das Geschäftshaus in der Buchbindergasse 3/Langgasse 6 wird versteigert, die Kaufhauskette Woolworth bleibt dem Standort aber treu. "Wir haben langfristige Mietverträge, die bestehen bleiben, egal wer neuer Eigentümer wird", sagt die Unternehmenssprecherin der Kaufhauskette, Marie-Christin Zimmermann.

Das Kulmbacher Geschäftsgebäude kommt am 12. Dezember bei einer Auktion der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG im Kölner Hilton-Hotel unter den Hammer. Das Mindestgebot beträgt 198 000 Euro.

Bei Woolworth sieht man dem Termin gelassen entgegen. Woolworth bleibt im Geschäftshaus, versichert Marie-Christin Zimmermann, nach deren Worten das Unternehmen in der 100 Quadratmeter großen Filiale über 15 Beschäftigte hat.

In Kulmbach sei Woolworth seit 1968. Den immer wieder aufkommenden Gerüchten, dass sich die Kette mit dem Gedanken trage, die Stadt zu verlassen, erteilt sie eine klare Absage. "Am Standort Kulmbach zweifeln wir nicht. Kulmbach ist für uns wichtig", betont die Pressesprecherin.

In dem Auktionsprospekt der Westdeutschen Grundstücks auktionen AG wird das Gebäude als Gewerbeobjekt (mit einem Gebäudeteil im Erbbaurecht) in 1-A-Lage beworben - in der Fußgängerzone, in bester Lauflage für den Einzelhandel.

Die Grundstücksgröße betrage 871 Quadratmeter, hinzu komme das Erbbaugrundstück mit weiteren 509 Quadratmetern. Das Erbbaugrundstück steht bei der Auktion allerdings nicht zur Versteigerung. Allerdings bestehe 2016 die Möglichkeit, eine Kaufoption dafür auszuüben.

Der Zustand des Hauses wird als solide und gut gepflegt beschrieben. Die Nutzfläche wird mit 3436 Quadratmetern angegeben, verteilt auf fünf Geschosse. Wobei das Erdgeschoss mit 1139 Quadratmetern und Teile des ersten Obergeschosses bis mindestens zum Jahr 2027 an die Firma Woolworth vermietet seien.

Die drei Obergeschosse sind zwischen 455 und 467 Quadratmeter groß, das Untergeschoss 919 Quadratmeter.

Allein die Jahresmieteinnahmen für die vermieteten Flächen beliefen sich auf 119 246 Euro. Bei Vollvermietung sollen es 208 000 Euro sein. Allerdings steht dem ein jährlicher Erbbauzins von 62 910 Euro entgegen.