Der Wasserzweckverband Lindauer Gruppe, der Teile der Gemeinde Neudrossenfeld und der Stadt Kulmbach sowie das Dorf Lindau beliefert, müsste sein Wasserschutzgebiet wesentlich vergrößern, um die bisherige Versorgung aufrecht erhalten zu können. Das erläuterte Verbandsvorsitzender Dieter Schaar in der jüngsten Sitzung.
Dagegen regt sich aber Widerstand aus den Reihen der Lindauer Bürger, die nicht wollen, dass künftig ihr ganzer Ort im Wasserschutzgebiet liegt und dadurch die Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt werden. Unterschriftslisten kursieren bereits.
Die Verbandsversammlung musste sich nun mit diesem Thema beschäftigen und kam zu einem einstimmigen Beschluss, mit dem wohl beide Seiten leben können: Auf die Einleitung eines entsprechenden Verfahrens zur Vergrößerung der Flächen verzichtet man vorerst, macht zusätzliche Untersuchungen und prüft noch die weiteren Optionen. Denkbar ist ein Bezuf von Wasser über die Stadt Kulmbach, ein Anschluss an die Fernwasserversorgung Oberfranken oder ein Mischverfahren.
Die finanzielle Seite beleuchtete Geschäftsführer Wolfgang Schröder, der bei einer Erweiterung den Kubikmeterpreis bei leichter Erhöhung von einem Euro auf 1,15 Euro sieht, beim Fremdwasserbezug und bei der Kombilösung die Kosten auf etwa 1,40 Euro beziffert. Diesen Preis müssten dann alle Wassernutzer zahlen. Mit einer solchen Lösung könnten sich die Verbandsmitglieder anfreunden.