Eigentlich hatte man sich am Donnerstag im Wonseeser Marktgemeinderat auf einen Besuch der Windkraftgegner eingestellt, denn am Schluss der öffentlichen Sitzung stand die Änderung des Regionalplanes Oberfranken-Ost mit der Fortschreibung der Windenergie (neu) auf der Tagesordnung.

Nur ein Zuhörer

Doch es gab nur einen Zuhörer: Kreisbrandmeister Stefan Heidenreich, der sich über die Beschaffung des Feuerwehrfahrzeuges für die Schirradorfer Wehr informieren wollte. Ein Punkt, der vertagt werden musste, weil die Prüfung des Leistungsverzeichnisses durch die Regierung nicht erfolgt ist, wie Bürgermeister Günther Pfändner deutlich machte.

Bürgermeister wehrt sich

Was den Regionalplan mit der Fortschreibung zur Windenergie (neu) betrifft, so teilte Pfändner mit, dass dieser nochmals in der Zeit vom 4. Januar bis 4. Februar im Rathaus der Marktgemeinde ausliegt. Die Bürger hätten damit erneut die Möglichkeit, Bedenken und Anregungen vorzubringen. Zum jüngsten Vorwurf aus der Bürgerschaft, dass die Gemeinde nicht informiert habe, stellte Bürgermeister Günther Pfändner fest: "Es stand oft genug in der Zeitung. Und die Leute hatten die Möglichkeit, ihre Bedenken vorzubringen. Wir bekamen allerdings keine einzige negative Stellungnahme." Im Rahmen der erneuten Fortschreibung zur Windenergie sei im Bereich der Gemeinden Wonsees und Kasendorf nur eine Änderung vorgenommen worden: Das Vorranggebiet "Azendorf Süd-West" heißt jetzt "Schirradorf Nord-West". : "Es wird sich zeigen, ob Einwände kommen", stellte der Bürgermeister fest.

Feuerwehrauto vertagt

Der Punkt, den Kreisbrandmeister Stefan Heidenreich vor allem interessiert hätte, musste vertagt werden. Weil die Regierung das Leistungsverzeichnis nicht geprüft hat, konnte die Verwaltungsgemeinschaft Kasendorf keine Ausschreibung für den Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs vornehmen. "Ich habe mich geärgert, das man das nicht auf die Reihe gebracht hat", sagte Pfändner.
Er machte deutlich, dass die die Schirradorfer Wehr das neue Löschfahrzeug benötigt. Die so genannte Gefährdungsbegehung im Feuerwehrgerätehaus vwerde demnächst mit dem Kreisbrandrat und dem zuständigen Kreisbrandinspektor erfolgen. "Es muss auf jeden Fall sichergestellt sein, dass unsere Feuerwehrleute bei einem Einsatz nicht gefährdet sind, das heißt, dass die Abstandsflächen auch eingehalten werden", stellte der Bürgermeister fest.