Früher hat der Trainer zum Telefonhörer gegriffen, um den Spielern seiner Mannschaft mitzuteilen, dass die Sonntagspartie abgesagt wurde. Heute geht das einfacher: Schnell eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, und schon wissen alle nach einer Kurznachricht des Coaches Bescheid. Die moderne Technik kann ein Segen, eben aber auch ein Fluch sein. Denn es chattet ja nicht nur der Trainer, sondern mit ihm das ganze Team, was, wenn munter drauf los geschrieben wird, durchaus zum Dauer-Rappeln des Handys führen kann.

"Ich kann nicht zum Training kommen, weil ich Nachtschicht habe", schreibt da der Torwart; "Sonntag fahren wir zur Schwiegermutter, da kann ich nicht spielen", meldet der Linksaußen; "Braucht ihr mich unbedingt, oder seid ihr schon genug Leute?", fragt der Ersatzspieler mit der Nummer 15, der wie der Keeper und Linksaußen natürlich auch auf eine Antwort wartet.

Ich bedauere einen Bekannten, der in einem Verein über WhatsApp mit fast 30 Spielern vernetzt ist. Sein Handy hört oft nicht auf zu vibrieren.

Was waren das doch noch für Zeiten, als es noch das einfache Telefon gab und bei einer Spielabsage allein der Trainer unter der Dauer-Kommunikation leiden musste.