Wenn der Schnee schmilzt, sieht man, wo die Kacke liegt." Eine Weisheit, die wir ausnahmsweise nicht Lothar Matthäus, sondern dem ehemaligen Schalke-Manager Rudi Assauer zu verdanken haben. Die Frühlingssonne bringt aber nicht nur die unappetitlichen Exkremente unserer vierbeinigen Freunde ans Tageslicht, sondern auch jede Menge Wohlstands-Müll. Wie etwa die versprengten Kracher aus der Silvesternacht. Dass die oft unauffindbar in Gärten oder Dachrinnen des Nachbarn aufschlagen - wer will's dem Absender vorwerfen?

Woher aber kommen die vielen Abfälle, die man im Straßengraben an der Umgehung findet? Jetzt, da die Hecken und Bäume an der B 289 kräftig zurückgestutzt worden sind, sieht man jede Menge Müll - Plastikflaschen, Papier, Zigarettenschachteln, Hamburger-Verpackungen und so weiter. Stammen die alle aus Cabrios, deren Autofahrer gar nicht bemerkt haben, wie der Wind zufällig Gegenstände aus dem Auto geweht hat? Oder verlieren etwa die Müllfahrzeuge auf dem Weg in die Deponie ständig ein bisschen Ladung?

Ja, so muss es sein. Denn es ist doch unvorstellbar, dass es Leute gibt, die ihren Müll mutwillig aus dem Auto werfen und damit die Natur ruinieren, in der sie selbst leben. Schließlich kriegen ja auch die Hundehalter von den schmutzigen Geschäften ihrer Lieblinge nie etwas mit...