Neulich im Supermarkt: eine lange Schlange an der Kasse, eine zweite wird nicht geöffnet, und die Kassiererin hat die Ruhe weg. Es dauert und dauert - Minuten werden zu Stunden, ehe wir drankommen. Es kann so schwer sein, Bananen, Butter und Milch einzukaufen. Auch auf der Autobahn läuft's nicht rund - Baustelle, Schritt-
tempo. Stop-and-go und schließlich steht alles.

Na gut, wenigstens ist jetzt Zeit, die Kundenhotline des Mobilfunkanbieters anzurufen, weil die Rufnummernmitnahme nicht geklappt hat. Aber wo landen wir? Natürlich in der Warteschleife, und eine Computerstimme sagt: "Derzeit sind alle Mitarbeiter im Kundengespräch. Bitte haben Sie etwas Geduld." Haben wir - aber bestimmt nicht ewig. Wieder verrinnen die Minuten, die Nerven liegen blank. Dann halt nicht. Wenigstens löst sich der Stau auf.


Irrsinn hat Methode

Der Irrsinn hat Methode - das ergab jetzt auch die Umfrage eines US-Anbieters von Kundenservicesoftware. Demnach regen sich die Deutschen am meisten über Kundenhotlines auf. Besonders nervig sind auch Staus im Berufsverkehr oder Probleme mit dem Computer und mit dem Smartphone. Was die Leute weiter ärgert: Werbung während des Spielfilms und Warteschlangen an der Kasse.

Positiv immerhin, dass 42 Prozent der Befragten meinten, der Kundenservice deutscher Firmen habe sich in den vergangenen Jahren verbessert. Ein Hoffnungsschimmer - man müsste bloß wissen, für welche Unternehmen dies gilt.