Nach dem Mittagessen ist für Nora Schluss: Sie ist müde, den Rest der Strecke mag sie nicht mehr laufen. Immerhin hat die Fünfjährige zu diesem Zeitpunkt bereits gut zehn Kilometer zurückgelegt - eine stolze Leistung für ein so zierliches Persönchen.
Noras Wanderbegleiter halten länger durch. Aber die sind auch älter und erfahrener. Und sie wissen, dass sich auf dieser Wanderung jeder Kilometer lohnt. So, wie das immer ist bei den Wanderungen, die Willi Rucker führt.
Seit einigen Jahren schon bietet der Kupferberger zum jährlichen Brunnenfest in seiner Heimatstadt in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Rundschau eine Wanderung an. Heuer fiel das Brunnenfest aus. Die Wanderung gab's dennoch - mit dem gewohnten Service. Viele freiwillige Helfer haben dafür gesorgt, dass auf die rund 60 Teilnehmer zur Mittagsrast Bratwürste und Steak vom Grill samt kalter Getränke warteten. Sie tischten nach der Wanderung an der Kupferberger Stadthalle Kuchen, Torte und Brotzeiten auf - und haben sich dafür ein ganz dickes Dankeschön verdient.
Die etwa 16 Kilometer lange Tour war reich an Höhepunkten - was wörtlich zu nehmen ist: Immer wieder bot sich von den Höhenzügen eine herrliche Aussicht. Viel zu sehen und zu hören gab es aber auch am Wegrand: Auf einem Teilstück des Wanderweges "Fränkisches Steinreich" lieferte Reiner Meisel geologische Informationen, an den Spiegelteichen erwartete die Wanderer ein ganz besonderes "Freizeitzentrum" und die letzte Etappe von Wirsberg hinauf auf die Höhe wurde zum historischen Streifzug.
Unter den Teilnehmern waren viele Stammgäste, die seit Jahren den Termin - zweiter Sonntag im August - fest im Kalender vorgemerkt haben. Auch etliche Neulinge hatten sich locken lassen und zeigten sich begeistert. Natürlich standen Naturgenuss und gute Unterhaltung im Mittelpunkt. Aber so ganz nebenbei haben die Wanderer auch Gutes getan: Willi Rucker und seine Mitstreiter werden den Erlös aus dem Verkauf dem Kindergarten in Kupferberg spenden, wo die Erweiterung um eine Krippe etliche Neuanschaffungen notwendig macht.