*Ironie AUS* - Gleichmacherei, die verordnet wird, mag vieles bewirken; gleich machen tut sie deswegen noch lange nicht. Was nutzt es, hätte man/frau auf öffentlichen Toiletten die Wahl zwischen Pissoir und Pissoirinnen? Es heißt die Bundeswehr, also weiblich. Es ist aber immer noch eine Männerdomäne, auch wenn es Soldatinnen gibt. Aber schon dem weiblichen Offizier hängt man kein -in mehr an. Es gibt keine Hauptfrau (jedenfalls nicht mehr offiziell in unserer monogam gestrickten Gesellschaft) und keine Hauptfeldweibl. Und die Gefreite wäre schon von der Wortbedeutung her deplatziert. Wer beim Bund den Spieß umdrehen will, scheitert an der Dämlichkeit der militanten Herrlichkeit.

Übrigens, liebe Frauen, tröstet Euch: Sprache war noch nie fair. Im Brautpaar etwa ist der Mann nicht vorgesehen. Und sexistisch könnte es gerade dann werden, wenn Begriffe, die durch den männlichen Artikel bestimmt sind, eine andere Endung und damit Wendung nähmen. Wie würde biologisch die Samenspenderin möglich?
Die Sprache verweigert sich in vielen Fällen derlei Korsett. Unaussprechlich und beim Lesen hinderlich wie fehlende Sehstärke sind verkrampfte "Lösungen" wie das - Achtung, Allgemeinbildung - Binnen-Majuskel, auch Binnen-I genannt. Trauriges Beispiel gefällig: einE BeamterIn. Geht's noch verkrampfter? Ist es verwunderlich, dass eine der Hauptverfechterinnen dieser Ausrufezeichen-Setzung auf den Namen Senta Trömel-Plötz hört? Frauen und Binnen-... nein Binde-Striche - ein wiederum anderes Thema mit anderen traurigen Beispielen.