400 Jahre musste die St.-Veits-Kirche zu Veitlahm alt werden, um so geniale Musiker wie Peter Weiß und Benjamin Schuberth hervorzubringen, die in dieser Kirche getauft und konfirmiert wurden. Sie gestalteten zusammen mit Wolfgang Trottmann an der Orgel und dem Trompetenensemble "Heilig`s Blechla" am Sonntag in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche einen wunderbaren Konzertabend.

Pfarrer Reinhold Skoda stellte auch treffend fest: "Zum 400. Geburtstag unserer St.-Veits-Kirche haben sie ein großartiges Musikwerk genießen können. Dafür danke ich Ihnen, liebe Interpreten und Interpretin auch im Namen unserer Kirchengemeinde ganz herzlich. Besonders danke ich dem Peter und dem Benjamin, die in unserer, ja in ihrer Kirche, uns dieses besondere Geburtstagsgeschenk machten und unsere Herzen und Sinne erfreuten." Moderiert wurde das Konzert von Sebastian Gick, der auch im Ensemble "Heilig`s Blechla" mitwirkte.


Musikalische Zeitreise

Eröffnet wurde das Konzert mit Klängen aus der Anfangszeit der Veitlahmer Kirche - unter anderem einem mächtigen "Concerto in C" von Antonio Vivaldi. Grandios, wie Peter Weiß und Benjamin Schuberth mit ihren Piccolo-Trompeten mit einer gefühlten Leichtigkeit spielten und mit Wolfgang Trottmann an der Orgel perfekt harmonierten.

Passend dazu die Eröffnungsfanfare aus dem impressionistischen Ballett "La Péri" von Paul Dukas mit acht Trompeten der Gruppe "Heilig`s Blechla". Für einen angenehmen Ruhepol zwischen den Musikstücken sorgte Alexa Tasca, die passend zur Adventszeit besinnliche Geschichten vorlas.

Weiter ging es mit den Solistenstücken von Georg Philipp Telemann, der Sonata in D-Dur mit Peter Weiß und Wolfgang Trottmann, dem Trompetenkonzert in Es-Dur des Italieners Tomaso Albinoni mit dem Solisten Benjamin Schuberth sowie Wolfgang Trottmann mit einer Choralbegleitung von Johann Sebastian Bach.

Moderator Sebastian Gick streute Historisches zu den Epochen ein: "Die Musik des Barock orientierte sich an den Gemütszuständen der Menschen. Wichtig für das Seelenheil war Gottfrömmigkeit und Ehrfurcht."

Die Solisten Peter Weiß, Benjamin Schuberth und Wolfgang Trottmann an der Orgel setzten im Anschluss zwei Werke des wohl bekanntesten Barockkünstlers, Johann Sebastian Bach, meisterhaft um. Dazwischen begeisterten "Heilig`s Blechla" mit dem Renaissancewerk "Canzon septimi toni a 8 No. 1" von Giovanni Gabrieli. Die Stücke "Mit Ernst ihr Menschenkinder" und "Prince of Denmarks March" (Jeremiah Clarke) gaben dem Konzert einen wunderschönen Abschluss.

Peter Weiß strahlte mit Benjamin Schuberth um die Wette: "Man ist schon stolz auf den großen Zuspruch. Es macht Lust auf eine Wiederholung im nächsten Jahr." Und Schuberth sagt: "Wir kennen uns von frühester Kindheit. Wir haben eine ganz gute Symbiose und kommen menschlich wie musikalisch ganz gut klar."