"Ich sehe die Kontinuität nicht negativ. Manchmal stellt sich Erfahrungswissen erst über eine längere Zeit hin ein", kommentierte Bürgermeister Dieter Adam die Arbeit der Räte.

"Alle haben für das Amt viel Zeit und fachliches Wissen eingebracht. Und manchmal hat die Vorbereitung mehr Zeit in Anspruch genommen, als für einen Feierabendpolitiker zu leisten ist", so Adam. "Aber jeder, der hier vertreten war, hat mit seiner Arbeit Pflöcke eingeschlagen und sich für das Gemeinwesen verdient gemacht", so der Bürgermeister.

Humoristischer Abschied

"Es war immer ein kollegiales Miteinander, auch wenn wir in der Sache nicht immer einer Meinung waren", dankte Gerd Kammerer im Namen der ausscheidenden Räte. Kammerer konnte sich ein paar launige Worte nicht verkneifen: "Ich danke für all die interessanten Dinge, die ich lernen durfte - zum Beispiel, dass ein Straßennetz ohne Kreisverkehr ein Wert an sich ist. Da muss die Welt von Bayern noch viel lernen. Dass dem Markt für seine Feuerwehren nichts zu teuer ist. Dass Feuerwehrfahrzeuge bewegt werden müssen, wenn wenn's nicht brennt - aber, lieber Dieter, nicht überall hin. Dass der Unterschied zwischen allgemein akzeptiert und Sturm der Entrüstung oft nur der Unterschied der Einbautiefe von 1,50 Meter ist. Aber leider musste ich auch lernen, dass die Kraft des Arguments nicht die stärkste in der politischen Auseinandersetzung ist und dass Durchhaltevermögen und ein dickes Fell erfolgversprechender sind als scharfe Analyse und visionäre Kraft", kommentierte Gerd Kammerer und hatte bei diesen Worten das Schmunzeln aller auf seiner Seite.