Die ersten Schritte sind gemacht. Das Logo ist entworfen, ein Info-Flyer in der Vorbereitung. Jetzt geht es um die praktische Umsetzung: Die Schüler des P-Seminars Geografie am Kulmbacher Caspar-Vischer-Gymnasium wollen in Trebgast einen Lehrpfad errichten, auf die Besonderheiten der Gemeinde hinweisen. Mit Geomorphologen Helmut Stingl und Hobby-Geologen Werner Gräbner begaben sie sich auf Erkundungstour - unter anderem an den Zusammenfluß von Weißem Main und Trebgast.
Dass das Projekt auch bekannt wird, darum kümmern sich Laura Fischer und Jan Bergner. Beide gehören dem Marketing-Team an. Geplant ist eine große Starttafel bei der Schule. Die interessierten Wanderer bekommen zudem einen Flyer an die Hand, in dem die Besonderheiten ausführlich geschildert werden. Von einem "Schilderwald" mit Infotafeln nehmen die Schüler auf Wunsch von Bürgermeister Werner Diersch Abstand.
Jan Bergner hat mit dem Programm Photoshop das Logo für den Flyer entworfen. Die Treb-gaster Hänge, den Main abstrakt gestaltet. Die Inspiration dazu hat er sich vom Trebgaster Tourismus-Logo geholt. "Das ist eher etwas verspielt", sagt er dazu. Zwei Stunden hat er an seinem Entwurf gesessen.
An der Begehung nimmt er teil, um zu erfahren, welche Wegpunkte wichtig sind, was auf der Starttafel stehen soll. Und die Schüler wollen noch in der Ortsmitte einen Hinweis auf die Tafel und den Lehrpfad. "Aus Zufall stößt hier sonst niemand drauf, weil nach der Schule nicht mehr viel kommt."
Wie wichtig Werbung ist, damit die Menschen von ihrem Projekt erfahren, weiß auch Laura Fischer. Den Vorschlag des Bürgermeisters, auf einen Schilderwald zu verzichten, findet sie gut. Der Flyer sei eine gute Ergänzung, denn den würden sich nur Leute besorgen, die sich wirklich für den Lehrpfad interessieren. Und da gebe es einiges Interessantes zu erfahren: "Es ist spannend, weil es hier so eine außergewöhnliche Geologie gibt." Bis Ende des Jahres soll das Projekt fertig sein, nächstes Jahr ist eine Einweihungsfeier geplant, sagt die 17-Jährige.
Bis dahin haben die Schüler aber noch viel zu tun, berichtet Lehrer Markus Lagnier. "Die richtige Arbeit beginnt erst nach den Zwischenzeugnissen." Jetzt gelte es, sich einen groben Überblick zu verschaffen. Dazu sei der fachliche Input von Gräbner und Stingl sehr wertvoll.