Schiffelholz ' Verdacht: Die Bäume sind nur lästig, weil sie die Tennisplätze verschmutzen.

Schon Angebot eingeholt

Nach Aussage von Bürgermeister Adam seien die Pappeln "ziemlich morsch" und schon jetzt ein Gefahrenpunkt. Im Bau- und Umweltausschuss sei man sich einig: "Sie müssen weg."

Deshalb habe man beim Maschinenring schon ein Angebot für die Fällung und Verarbeitung des Baumbestands eingeholt. Die Kosten belaufen sich auf 3213 Euro. Allerdings könne man sich doch noch etwas Zeit lassen und die Maßnahme erst im Januar oder Februar 2016 in Angriff nehmen.

Stellvertretender Bürgermeister Robert Bosch (CSU) - zugleich Vorsitzender des TSC - wies darauf hin, dass die Tennisplätze oft verschmutzt seien. Als Ursache habe man die angrenzenden Pappeln ausgemacht.

Nachdem in der Sitzungsvorlage für die Gemeinderäte allerdings nicht von morschen Bäumen, sondern lediglich von den Verschmutzungen die Rede war, schaltete sich Erich Schiffelholz ein, der als Naturschützer bekannt ist.

"Eine starke Verschmutzung ist kein Notfall. Ich sehe nicht ein, dass die Bäume weg müssen. Das ist ein Schmarrn", stellte Schiffelholz klar. Zudem würde die Fällung der bis zu 30 Meter hohen Bäume ein schlechtes Signal an die Bevölkerung sein.

Der Hinweis von Norbert Erhardt (CSU), dass die Fläche auch als Lagerplatz geeignet wäre, fruchtete bei Schiffelholz ebenso wenig wie die Planung, im Zuge der Stadtentwicklung dort eine Straße zu bauen.

Schließlich einigte sich der Gemeinderat darauf, die Sache zunächst an das Landratsamt Kulmbach weiterzuleiten und die Stellungnahme der Behörde vor dem weiteren Vorgehen abzuwarten.