Bürgermeister Martin Weiß war von seinem Gemeinderatskollegen Martin Hohlweg gegen 13 Uhr darüber informiert worden, dass die Zettlitz über die Ufer zu treten drohte. Temperaturen im zweistelligen Minusbereich hatten dafür gesorgt, dass sich auf dem kleinen Gewässer Eisflächen bildeten, nach und nach ineinander schoben und sich langsam auftürmten.

Das besondere Problem: Die Zettlitz verläuft in diesem Bereich der Ortschaft ganz dicht an der Bebauung und ist mit schwerem Räumgerät nicht erreichbar.

Nach Rücksprache mit Kreisbrandmeister Horst Tempel von der Feuerwehr entschied man sich schließlich dafür, das Technische Hilfswerk Kulmbach um Hilfe zu bitten. Und die Männer unter Leitung von Udo Wende waren wenig später schon am Ort des Geschehens.

Zunächst war der Einsatz der Fachgruppe "Sprengen" im Gespräch. Mit kleinen Sprengladungen wäre es durchaus möglich gewesen, das Gewässer in kürzester Zeit von den bis zu 50 Zentimeter dicken Eisschichten zu befreien. Nach genauer Erkundung und Lagebeurteilung musste jedoch von diesem Plan wegen einer angrenzenden Gasleitung Abstand genommen werden.

Die eigentlichen Räumarbeiten wurden dann unter widrigsten Bedingungen bei bis zu minus 19 Grad durch Muskelkraft und mit schwerem Gerät durchgeführt.

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