Diese erfreuliche Tatsache stellte Landrat Klaus Peter Söllner bei der offiziellen Verkehrsfreigabe heraus.
Es sei eine sehr gelungene Baumaßnahme, die in extrem kurze Bauzeit realisiert wurde", freute sich der Landrat. Erst Mitte September war mit den Arbeiten begonnen worden.Von den Gesamtbaukosten in Höhe von 640 000 Euro waren 515 000 Euro zuwendungsfähig und darauf erhielt der Landkreis eine Festbetragsförderung von 410000 nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und eine weitere Festbetragsförderung nach dem Finanzausgleichsgesetz über 50 000 Euro. Bei einer Gesamtförderung von 460 000 Euro belaufen sich die Eigenmittel für den Landkreis Kulmbach auf nur 180 000 Euro.
Neben dem Neubau der Kreisstraße mit einer Breite von sechs Metern wurde auch der Lückenschuss des Radwegs zwischen Trebgast und Harsdorf hergestellt. Hier wurde ein 183 Meter langer Radweg völlig neu gebaut, dabei mit einer Breite von 2,50 Meter. Landrat Klaus Peter Söllner zollte vor allem der Firma Rädlinger Straßen- und Tiefbau aus Cham/Selbitz ein dickes Lob.
Die Planung und Bauleitung lag in den Händen des Büros Singer Ingenieur Consult, Kulmbach, die Tiefbauabteilung des Landratsamts übernahm die örtliche Bauüberwachung. Im Bereich der Gemeinden von Neudrossenfeld und Harsdorf wurde mit der Baumaßnahme eine zufriedenstellende Situation geschaffen. Der Landrat zur ursprünglichen Planung: "Wenn wir das so gemacht hätten, wären auf unseren Landkreis mit Sicherheit 1,5 Millionen Euro an Eigenmitteln zugekommen. Das, was wir jetzt haben, ist vernünftig, und wir haben auch eine wunderbare Radwegesituation zwischen Trebgast und Harsdorf geschaffen."
Dank sagte der Landrat aber auch den Grundstückseigentümern für die Bereitschaft zu den notwendigen Grundabtretungen, dem Amt für Ländliche Entwicklung, dem Staatlichen Bauamt Bayreuth und der Tiefbauabteilung im Landratsamt Kulmbach.
Voraussetzung für die Durchführung der Maßnahme war der Umbau des Bahnüberganges beim ehemaligen Posten 70 durch die DB Netz AG im letzten Jahr. Dabei wurde der über Jahrzehnte wärterbediente Bahnübergang am Einmündungsbereich der Kreisstraße KU 11 zur Staatsstraße 2383 durch eine neue zuggesteuerte Bahnübergangsanlage mit Halbschranken ersetzt.
Für die Gemeinde Neudrossenfeld freute sich zweiter Bürgermeister Helmut Erlmann, dass die Verkehrsfreigabe nach einer relativ kurzen Bauzeit erfolgt ist. Auch Erlmann lobte die Arbeit der Firma Rädlinger. Als Grundstückseigentümer verwies Erlmann darauf, dass auch die Landwirte bereit waren, Teilfläche für den Straßen- und Radwegebau zur Verfügung zu stellen: "Es wird oftmals als selbstverständlich hingestellt, aber es ist nicht immer so. Wir haben aber die Grundabtretung gerne gemacht, weil wir damit auch zur Verkehrssicherheit beigetragen haben.