Die rot-weißen Bänder auf der Freifläche am Kindergarten "Arche Noah" am St.-Antonius-Weg sind nicht dazu da, damit es auf dem Spielplatz schön bunt aussieht. Vielmehr sind die meisten Spielgeräte seit der letzten routinemäßigen Überprüfung durch die Dekra gesperrt. Sie nicht mehr sicher, instabil oder gar, wie die ganze Einfriedung des Geländes, schlichtweg marode.

Eine Generalsanierung des Platzes könnte 100.000 bis 120.000 Euro kosten, berichtete Bürgermeister Franz Uome (CSU) dem Gemeinderat. Auf Nachfrage bei der Bezirksregierung würde der Markt Marktleugast bei Überschreitung der Bagatellgrenze (100.000 Euro Gesamtkosten) eine Förderung nach dem Finanzausgleichsgesetz erhalten.


Kirche beteiligt sich


Am kommunalen Eigenanteil von etwa einem Viertel der Kosten würde sich die Erzdiözese Bamberg wohl zur Hälfte beteiligen, berichtete Uome dem Gemeinderat von ersten Gesprächen. Den Kindergarten betreibt die katholische Kirche.

Insofern käme eine Generalsanierung für die Kommune günstiger. Reparaturen müsste Marktleugast nämlich vollständig aus der Gemeindekasse bezahlen. Allein für einen neuen Zaun um den Spielplatz müssten wohl 20.000 Euro hingeblättert werden, schätzte Zweiter Bürgermeister Reiner Meisel (FW).

Ob man den Platz in der bestehenden Größe denn beibehalten sollte, stellte Gemeinderat Martin Döring (CSU) in den Raum, und ob man hierfür nicht auch die Eltern mit einbeziehen könne, ergänzte Irina Klier (WGM). Ob die Gemeinde hier überhaupt zuständig sei, da Kindergarten und Spielplatz doch von der Kirche betrieben würden, überlegte schließlich Siegfried Baierlein (WGM).


Mainleus aus Vorbild?


"Wenn niemand etwas macht, dann wäre so oder so die Kommune zuständig und müsste die Kosten auf die Eltern umlegen," entgegnete Oswald Purucker (CSU). Die Kirche an sich müsse ja weder einen Kindergarten noch einen Spielplatz unterhalten.

Bürgermeister Uome hat bereits in Mainleus einen vergleichbaren sanierten Platz besichtigt. Er wird sich weiter um eine Sanierung des gesamten Areals am St.-Antonius-Weg kümmern.


Was tun gegen Raser?


Anwohner der Karl-Pezold-Straße in Marktleugast beschweren sich über massive Geschwindigkeitsüberschreitungen und gefährliche Verkehrssituationen.

An Hinweisen fehlt es nicht: Zwischen Kreuzgasse und Weststraße, entlang der Dreifachsporthalle und der angrenzenden Wohnbebauung mit den schlecht einsehbaren Einmündungen der St.-Josef- und St.-Martin-Straße stehen mehrere Hinweisschilder "30 Stundekilometer" - und das ist zusätzlich nochmal auf die Fahrbahn gemalt.

Zwar appellierte Bürgermeister Franz Uome in der jüngsten Gemeinderatssitzung an die Autofahrer, diese Verkehrsregel einzuhalten.


Kontrollen angekündigt


Aber der Markt wird wohl demnächst dort die gemeindeeigene Geschwindigkeitsmessanlage - und falls das immer noch nicht reicht, gegebenenfalls eine polizeiliche Radarmessung - aufbauen. Dass dort im Bereich der Sporthalle "auch Schüler auf der Fahrbahn sind, muss man klar machen," ergänzte Michael Schramm.