Hervorragende Zahlen präsentiert Geschäftsführer Clemens Dereschkewitz für die AIT-Deutschland GmbH mit Sitz in Kasendorf. "2016 ist für uns sehr gut gelaufen, wir sind sehr zufrieden. Wir waren das ganze Jahr über ausgelastet, zum Teil sogar mehr als das."

Die Erfolgsmeldung lautet: "Wir sind zweistellig gewachsen. Das gilt für alle Marken." Als da wären: Wärmepumpen und Heiztechnik von Alpha-Innotec und Novelan sowie die KKT-Prozesskühlung. "Unsere Kaltwasserkühler baut Siemens bei seinen Magnetresonanztomo graphen ein", sagt Dereschkewitz nicht ohne Stolz. Eine Empfehlung, die sich sehen lassen kann.


AIT international ausgerichtet

AIT, eine Tochter des schwedischen Wärmetechnologiekonzerns Nibe, richtet sich laut Geschäftsführer ("Wir sind völlig autark") verstärkt international aus. "Wir machen schon jetzt 50 Prozent unserer Umsätze außerhalb Deutschlands. Mit der Wärmetechnik sind wir in 24 Ländern Europas vertreten. Mit der Kältetechnik sogar weltweit - bis China und USA."

Aufgrund der Zuwächse ist das Personal auf 460 Mitarbeiter "leicht aufgestockt, worden", sagt der AIT-Chef. Außerdem hat man "mehrere Millionen" in verbesserte Produktionstechnologie investiert, "um ein größeres Volumen mit demselben Personal bewältigen zu können".


Von Kasendorf in die Welt

Im neuen Jahr setzt AIT noch mehr auf Internationalisierung. An eine Produktionsverlagerung sei aber definitiv nicht gedacht, versichert Dereschkewitz: "Alles, was wir verkaufen, wird in Kasendorf entwickelt und hergestellt und geht von hier aus in alle Welt."

AIT sieht 2017 wieder auf allen Märkten die Chance, zweistellig zu wachsen. Dafür habe man die Weichen gestellt. Dereschkewitz: "Wir könnten in zwei Schichten arbeiten und hätten auch noch Platz, um anzubauen. Vorrang hat aber eine effizientere Produktion, denn Fachkräfte gibt es nicht ohne Ende." Dabei stehe im Vordergrund, "den Leuten, die bei uns sind, sichere Arbeitsplätze zu bieten".



Ihnen-Gruppe vor zehn Jahren gestartet

Michael Ihnen ist vor zehn Jahren gestartet - inzwischen beschäftigt seine Firmengruppe mit sieben Unternehmen an den drei Kulmbacher Standorten Gartenfeld, Von-Linde-Straße und Hohe Flur knapp 60 Leute.

2016 sei ein spannendes Jahr gewesen, sagt er: "Besonders stark haben sich die Bereiche E-Commerce-Technologie und Warenwirtschaftssoftware entwickelt. Beide Unternehmen konnten beim Umsatz über 20 Prozent zulegen." Man habe 16 neue Mitarbeiter eingestellt, wobei es immer schwieriger werde, qualifizierte Kräfte zu finden.


Beteiligung bei Sarah York

Neben der Gründung einer eigenen Marketingagentur habe sich die Gruppe an der Fashion-Firma Sarah York beteiligt. "Die Berliner haben tolle Produkte in dieses Joint Venture eingebracht hat, während wir mit unserem Know-how das Unternehmen in den Onlinemarkt geführt haben."

2017 werde sich die Firmengruppe an weiteren Unterneh men beteiligen. "Dabei ist es eine Herausforderung, gleichzeitig organisch zu wachsen und dabei mit der Geschwindigkeit mitzuhalten, die unsere dynamischen Branchen vorgeben", so Ihnen.


Baur: Vision 2025

Baur hat, so Unternehmenssprecher Manfred Gawlas, "ein extrem anspruchsvolles Jahr" hinter sich. In den Jahren zuvor erfand sich der Versandhändler immer wieder neu - größtenteils wegen des digitalen Wandels. Im Juni 2016 beschloss der Beirat die Vision 2025 - eine Vorgabe, die Baur zu einem agilen Onlinehändler machen soll. Der Anspruch lautet: "Schneller und innovativer."

Daher wird nächstes Jahr laut Gawlas verstärkt in moderne Technologien investiert. Man wolle an Dynamik gewinnen. Das neue Angebot "Lifestyle" solle neben "Home" und "Fashion" die Kundinnen mit attraktiven Themen, Tipps und Neuigkeiten beliefern.


Umsatz wie Vorjahr

"Es ist ein harter Wettbewerb. Wir werden in den kommenden Jahren weiter hochfahren", kündigt der Baur-Sprecher an. Man ziehe zwar erst Ende Februar Bilanz für 2016, aber es sei mit einem ähnlichen Umsatz wie im Vorjahr (683 Millionen Euro) zu rechnen. Und dies trotz der umsatzschwachen Monate März und September. Aber das starke Weihnachtsgeschäft sorge für einen Ausgleich.

Auch das harmonische Miteinander im Unternehmen solle weiter verbessert werden. "Damit stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit", erklärt Gawlas. Ende 2015 habe man bei Baur einen Kulturwandel eingeleitet. Das vertraute "Du" stehe im Vordergrund, und auch die Arbeitsbedingungen will man weiter verbessern.


Bekenntnis zum Standort

Gawlas zufolge bekennt sich Baur zum Standort Oberfranken, zum Raum Burgkunstadt/Altenkunstadt/Weismain. "Wir haben etwa 3500 Mitarbeiter, inklusive der Familien sind also 10 000 Menschen mit Baur verbunden. Wir wollen erfolgreich wirtschaften, weil wir eine Verantwortung für diese Menschen und die Region haben."
Damit Oberfranken für junge Menschen attraktiver wird, so Gawlas, biete Baur ab 2018 einen neuen Ausbildungsberuf an: E-Commerce-Kaufmann - eine kaufmännische Ausbildung im Online-Bereich.