Wenn sich Chorleiter Heinz Bittermann ans Piano setzt und in die Tasten greift und die Mitglieder des Main Line Gospel Chores ihre Lieder anstimmen, dann dauert es nicht lange, bis der Funke aufs Publikum überspringt. Auch beim Jubiläumskonzert anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Chores überzeugten die Sänger wieder einmal. Mit "Deck the halls" eröffnete das Ensemble den Abend.
Selbst von kleinen technischen Pannen sowie von einem Totalausfall von Licht und Strom ließen sich Sänger nicht aus der Ruhe bringen. Sie stellten kurzerhand einfach das Programm um, zogen A-Capella-Songsvor - am Ende funktionierte alles wieder reibungslos. Und das Publikum tobte vor Begeisterung.
Chorleiter Heinz Bittermann hatte bei der Auswahl des Repertoires wieder einmal Fingerspitzengefühl bewiesen. Natürlich durften Superhits wie "Oh happy day", "Higher and higher", "I will follow him" oder "Bless the lord" nicht fehlen. Sschließlich sind diese altbekannten Songs das Aushängeschild der Main Line Gospel Singers.
Doch auch "Mailsoe", "Somebody's knocking" oder "Kumbajah", "Java Jive" oder "Hope" gelangen bestens. Bittermann verband altbekannte Gospels mit neuen Songs, ruhigere Weisen mit echten "Stimmungshits".Diese Mischung erzeugte das typische Gospel-Feeling.
Immer wieder sorgten die Solisten für besondere Höhepunkte. Jeder einzelne kann stolz auf seine Leistung ein. Matthias Eber begeisterte ebenso wie Sabine Schleicher oder Hörst Söhnge. Auch Claudia Hofmann und Gerd Kammerer sowie Markus Ludwig übernahmen wieder in versierter Weise Soloparts.
Eine beeindruckende Leistung legte Maike Weigand hin. Das "Küken" des Chores überzeugte mit einer unglaublich präsenten und unwahrscheinlich klaren Stimme und sorgte gemeinsam mit Matthias Eber bei "Jesus I love you" für echtes Gänsehaut-Feeling.
Akzente beim Konzert setzten natürlich auch die Instrumentalformationen. Die Main Line Band und Main Line Double B bereicherten das Konzert mit Rhythm'n'Soul der schönen Art in Top-Qualität. Es erklangen bluesige Weisen oder auch Soul der unter die Haut ging.
Chorleiter Heinz Bittermann war wieder einmal in seinem Element. Bei den anspruchsvollen Blues-Interpretationen wuchs er über sich hinaus. Kleines Details aus dem Konzert: Das Lied "Need your love so bad" widmete der Chorleiter Heinz Bittermann seiner eigenen Frau. Und dieser Song sagte mehr als tausend Worte es je sagen könnten.