Die Gesellschaft zeigt im Töpfermuseum rund ein Viertel ihrer gesammelten Schmuckstücke. Nicht nur die Historie des Vereins wird damit für kurze Zeit wieder lebendig, sondern auch das frühere Leben in der Marktgemeinde und Ansichten, die sich in den Scheiben widerspiegeln.

Was auch nicht unwichtig ist: Die Aktiven können von Zeit zu Zeit nachschauen, wer früher die besten Treffer erzielt hat. Auch wenn längst die Technik im Schießsport Einzug gehalten hat, ist das A und O geblieben: Die Gedanken im Kopf und die Hand am Abzug müssen wie aus einem Guss die Kugel treffsicher auf das Ziel lenken. Hermann Schneider erklärt, wie die Trefferanzeige funktioniert: "Bei der alten Technik, die noch nicht ganz abgeschafft ist, nutzte man die Papierscheiben, in deren Mitte sich schwarze Kreise und der Zielpunkt befanden. Beim modernen Verfahren werden die Treffer entweder über Lichtschranke oder per Schall übermittelt. Dann folgt die automatische Anzeige auf dem Bildschirm."

Bereits vor gut zwei Jahren kamen Museumsleiterin Rosi Ebert und Hannelore Straubinger auf die Idee, zum 150. Geburtstag des Vereins eine Ausstellung anzubieten. Die umfangreiche Organisationsarbeit hat sich gelohnt, wie Bürgermeister Dietmar Hofmann (SPD/OL) bei der Eröffnung bestätigte: "Entstanden ist eine Exposition kleiner Kunstwerke, die erahnen lässt, wie früher das gesellschaftliche Leben hier aussah." Und Landrat Klaus Peter Söllner (FW), der selbst Mitglied der Stadtsteinacher Schützengesellschaft ist, betonte die Einzigartigkeit der Exponate.