Vor einer Woche verurteilte das Landgericht Coburg einen 38-jährigen Pflasterer, der auf einer Baustelle in Großheirath (Landkreis Coburg) einen Bauarbeiter aus Kasendorf erschlagen hat, zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Weder Staatsanwalt noch Verteidiger äußerten sich am Ende des Prozesses, ob sie den Richterspruch akzeptieren.

Am 1. Februar läuft die Frist ab, um Rechtsmittel einzulegen. Seit Dienstag steht nun fest, dass das Urteil wegen Körperverletzung mit Todesfolge rechtskräftig wird. Auf Anfrage erklärte Oberstaatsanwalt Martin Dippold, "dass wir nicht in Revision gehen". Auch die Verteidigung verzichtet laut Rechtsanwalt Till Wagler, Kronach, darauf, das Urteil vom Bundesgerichtshof überprüfen zu lassen.

Der Angeklagte hatte den Kasendorfer am 22. Juni nach einem Streit mit seiner Schaufel attackiert. Das Opfer erlitt massivste Kopfverletzungen und starb am 2. Juli in einer Klinik in Meiningen.